Bayonetta 1 & 2

Im Jahr 2010 erschien Bayonetta auf Xbox360 und PS3. Seit dem hat sich Bayonetta von „dem Spiel mit dem weiblichen Dante“ zu einem, von den Fans geliebten, Franchise entwickelt und im Jahr 2014 einen WiiU-Exklusiven zweiten Teil spendiert bekommen. Jetzt wagt sich Bayonetta auch auf die Nintendo Switch. Ob sich bei den Portierungen der beiden Teile viel getan hat, verraten wir euch im Review.

Die beiden Bayonetta-Teile haben vieles gemeinsam: Nicht nur die sexy Hexe Bayonetta ist in beiden Spielen Hauptcharakter, auch in Sachen Gameplay und Story findet man viele Parallelen. Für viele Spieler und Spielerinnen sind die Portierungen von Bayonetta 1 und 2 eine willkommene Möglichkeit, noch einmal auf einer aktuellen Konsole in die wundersame Welt von Paradiso und Inferno einzutauchen. Für viele andere jedoch, stellen die Portierungen den ersten Berührungspunkt dar. Für diese möchten wir ins unserer Zusammenfassung noch einmal die beiden Teile kurz beschreiben und für die Alteingesessenen auf Änderungen und Neuerungen zu sprechen kommen. Wenn ihr euch für ein ausführliches Review zu Bayonetta 2 interessiert, könnt ihr dies gerne hier tun. Zu Letzt könnt ihr euch auch noch unsere Bewertungen zu den beiden aktuellen Portierungen anschauen.

 

In der Welt der Umbra-Hexen
Die hochgewachsene, schlanke und überaus reizvolle Dame, die den Spielen ihren Titeln verleiht, trägt den Namen Bayonetta.  Ihre Berufung: Mit Hilfe von vier hübschen Handfeierwaffen auf der Erde für Ruhe zu sorgen. Denn unsere Welt, so wie wir sie kennen, ist hart umkämpft. Die himmlischen Mächte von Paradiso und die Dämonen aus Inferno versuchen immer wieder sich ihrer zu bemächtigen. Niemand anderes als die Umbra-Hexe Bayonetta wäre besser dafür geeignet, sich diesem Kampf zu stellen. Niemand anderes als Bayonetta kämpft mit so viel Stil und Charme.

 

Im ersten Bayonetta-Teil begleitet ihr sie auf eine Reise in die Vergangenheit. Bayonettas Herkunft ist schleierhaft und in der mediterranen Stadt Vigrid sucht sie nach Antworten. Diese und noch viel mehr findet sie dort auch. Darunter die Hexe Jeanne, den Journalisten Luka und ein kleines Mädchen. Wie genau es weiter geht, dürft ihr gerne selbst herausfinden. So viel soll gesagt sein: Im zweiten Teil macht sich Bayonetta erneut auf um sich Engeln und Dämonen zu stellen. Diesmal um eine geliebte Freundin zu retten. Es geht in den Norden zum Berg Fimbulvinter und dem ruhigen Städtchen Noatun. Auch dort darf Bayonetta wieder den Babysitter Spielen und macht sich mit dem rätselhaften Jungen Loki bereit für eine Bergtour.

Der Stil der Bayonetta-Teile ist wahrlich einzigartig. Mit der vollkommen übertriebenen sexyness der Hexen und dem überzogenen und übercoolen Humor, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt, gilt es klarzukommen. Wer sich darauf einlässt, wird sicherlich viel Spaß mit Bayonetta haben. Die Story, die im ersten Teil noch recht verworren ist und viele Fragen offen lässt, wird im zweiten Teil gut weitergeführt und einige offene Fragen werden beantwortet. Auch kann man über die Zeit feststellen, dass die Hexe keineswegs bloß eine taffe Frau ist, sondern auch ihre weichen Seiten präsentiert und sich weiterentwickelt.

 

 

Bring it!
Was viele Menschen Fans von Bayonetta werden ließ, ist insbesondere das Gameplay. Bayonetta gehört in das Genre des Hack’n’Slay wobei es hauptsächlich darum geht die Gegner effizient mit möglichst wenig Schaden niederzustecken. Bayonetta zeigt dabei aber sehr viel Action und erfordert vom Spieler einiges an Fähigkeiten ab. Das Gameplay von Bayonetta ist hierbei besonders mit den Spielen der Devil May Cry-Serie zu vergleichen. Obwohl nur wenig Tasten zum Kämpfen genutzt werden, könnt ihr viele einschlagende Kombos produzieren. Wer mit Bayonetta kämpft, wird sich sehr schnell sehr mächtig fühlen. Ihre Kampfart ist stilvoll und schnell. Als besonderes Feature gilt die Hexenzeit. Weicht man gekonnt aber knapp vor einem Gegner aus, aktiviert sich diese und setzt die Umwelt in Zeitlupe. Nur Bayonetta darf weiterhin normal agieren und kann somit ihre Gegner gehörig verkloppen. Für gutes Spielen wird man mit Magiepunkten belohnt. Diese kann man einsetzen um mächtige Folterangriffe auszulösen. Im zweiten Teil kommt noch der Umbran-Klimax hinzu, in dem für kurze Zeit normale Angriffe in einschlagende Hexenfäuste verwandelt werden.

 

Am Anfang muss man sich an das Gameplay erst gewöhnen, denn ganz ohne sind die Kämpfe nicht. Wer noch Probleme hat, sollte sich nicht scheuen auf einem niedrigeren Schwierigkeitsgrad zu beginnen. Die Hauptstory ist in beiden Teilen nach maximal 15 Stunden durchgespielt, weshalb ein zweiter, dritter, vierter oder auch fünfter Spieldurchlauf auf einem höheren Schwierigkeitsgrad durchaus machbar und gewollt ist. Zudem gibt es einige Gegenstände wie Waffen, Kostüme und Verbesserungen zu sammeln und zu kaufen. Zudem gibt es versteckte Portale in eine andere Welt. In Bayonetta 1 werdet ihr nach Alfheim gelangen, in Bayonetta 2 nach Muspelheim. Dort warten besonders schwere Herausforderungen in einer Art Arena auf euch, die ihr vielleicht nicht auf Anhieb bezwingen könnt. Dabei hilft es dann definitiv das ein oder andere Level noch einmal zu spielen um euch mit neuen Techniken, Items und Waffen ausstatten zu können. Im zweiten Teil dürft ihr euch zusätzlich über den Hexen-Klimax-Modus freuen. Hier könnt ihr in einer Arena Engel und Dämonen besiegen und Währung einsetzen, um noch mehr zu gewinnen. Der Clou dabei: Ihr müsst besser sein als euer Gegenspieler. Auf der Switch-Version kann man nicht nur, wie auf der WiiU-Version, gegen einen CPU spielen oder online gegen andere Spieler, sondern nun auch im lokalen Modus.

 

 

Ob Alt, ob Neu: Bayonetta bleibt sich treu
Die wunderschönen kreierten Landschaften und Städte in beiden Bayonetta-Teilen haben eines gemeinsam: Stets werden sie sie in epischen Kämpfen Opfer der Zerstörungsgewalt. Während man gerne mal ein paar Spielpassagen in Ruhe die Umgebung erkunden kann, muss man sich vor allem auf eines gefasst machen: Jede menge epische Kämpfe. Die Inszenierung von Bayonetta ist bombastisch und jederzeit episch. Von den Cutszenes, über die Musik bis hin zu Bayonettas Finishern in Kämpfen mit gigantischen Engeln und Dämonen. Manchmal paaren sich die Kämpfe mit Pop-Interpretationen von altbekannten Liedern und verleihen dem ganzen einen verspielten Touch. Darüber hinaus verfügt Bayonetta über eine Sprachausgabe und recht hübsche Cutszenes, mal ganz klassisch, mal im Stil von Bildausschnitten eines Films. Während Bayonetta 2 überaus schick aussieht, muss man der Portierung von Bayonetta 1 doch die etwas matschig wirkenden Cutszenes ankreiden. Hier hätte man gerne noch ein wenig mehr Arbeit reinstecken dürfen. Dennoch merkt man, dass die Switch hier ordentlich ausgelastet wird. Der Akku ist deutlich schneller leer als bei anderen Switch-Spielen und das Gerät arbeitet auf Hochtouren. Dafür sind die Ladezeiten um einiges kürzer als bei den früheren Fassungen. Dass muss man schon loben!

 

Die Touch-Steuerung, die für die Versionen auf der WiiU eingeführt wurde, wird weitherhin wohl nicht besonders für die hohen Schwierigkeitsgrade geeignet sein, macht aber auf den einfacheren dank glatterem Display und Multi-Touch-Funktion der Switch durchaus mehr spaß als auf der WiiU.
Auch eine Amiibo-Einbindung ist im zweiten (leider nicht im ersten) Teil vorgenommen worden. Man kann nun täglich bis zu 32 Amiibos einscannen. Je mehr man einscannt, desto mehr Zutaten, Halos und Gegenstände erhält man. Bis zu 500.000 Halos per Tag sind somit zu erreichen. Bei dem Tempo kann man sich innerhalb einer Woche den gesamten Inhalt des Ladens freikaufen. Das ist zum einen natürlich angenehm, da man so schon früh im Spiel an neue Techniken, Kostüme und Items kommt, andererseits nimmt es aber auch den Belohnungseffekt, wenn man sich endlich etwas freikaufen konnte. Die beiden Bayonetta Amiibos, sowie Peach, Bowser, Link, Samus und Fox schalten Kostüme frei. Diese sind allerdings nicht exklusiv, weshalb ihr auch ohne Amiibos in den Genuss der Kostüme kommt.

 

Bayonetta 1 und 2 könnt ihr separat im e-shop erwerben. Bayonetta 1 für 29,99€ und Bayonetta 2 für 49,99€. Kauft ihr beide, bekommt ihr die Teile für insgesamt 59,99€. Beim Kauf der Retail-Version von Bayonetta 2 ist ein Downloadcode für Bayonetta 1 enthalten. Die Preise sind für eine Portierung eher happig. Zumindest für Spieler und Spielerinnen, die bereits früher in den Genuss von Bayonetta gekommen sind. Wer zum ersten mal mit Bayonetta in Berührung kommt sollte sich aber nicht scheuen, hier zum Vollpreis zuzuschlagen.

Bayonetta
Wertung der Redaktion:

89/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: Switch
  • auch für:
  • Preis: 29,99€

 

 

27/30 Technik + Tolles Art-Design
+ Stabile 60 FPS
+ Epischer Soundtrack
+ Gute Sprachausgabe
+ Geringe Ladezeiten
- Cutszenes sehr schwammig
25/30 Umfang + Hoher Wiederspielwert
+ Viele Collectibles
+ Mehrere Schwierigkeitsgrade
- Ein bisschen zu teuer

 

27/30 Gameplay + Präzises Gameplay
+ Prinzip der Hexenzeit
+ Knackige Herausforderungen
+ Touch-Steuerung für Einsteiger
- Nervige Quicktime-Events
10/10 Spezifisch + Zusatzkostüme
+ Angel Attack Minispiel

 

So testen Wir

 

Bayonetta 2
Wertung der Redaktion:

91/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: Switch
  • auch für:
  • Preis: 49,99€

 

 

28/30 Technik + Scharfe Grafik
+ Stabile 60 FPS
+ Epischer Soundtrack
+ Gute Sprachausgabe
- Technisch nicht viel neues
29/30 Umfang + Hoher Wiederspielwert
+ Viele Collectibles
+ Mehrere Schwierigkeitsgrade
+ Multiplayer-Modus (auch lokal)
27/30 Gameplay + Präzises Gameplay
+ Prinzip der Hexenzeit
+ Umbran Klimax
+ Touch-Steuerung für Einsteiger
- Einiges an Backtracking
- Schwierigkeitsgrad manchmal zu leicht
7/10 Spezifisch + Umfangreicher Amiibo-Support…
- … durch den man zu schnell den Laden leerkaufen kann
+ Zusatzkostüme
- Angel Attack gestrichen

 

So testen Wir

 

Geschrieben von

Irgendwann hab ich dann meine Freunde Indi, Lara und den Barbaren von Diablo II zurückgelassen um mich erwachsenen Themen zu widmen: Meiner ersten Liebesbeziehung mit Link. Sinneserweiternde Trips durch bunte Tunnel mit Rayman. Und natürlich meiner Karriere: 150 Pokémon, ja das sind wirklich viel. Doch ich will Pokémon Meister sein. Das ist mein Ziel!

Keine Kommentare bis jetzt.

Hinterlasse eine Antwort.