Fallen Legion: Sins of Empire

Mit Fallen Legion kommt ein kleines, aber recht feines Spiel auf die PS4. Doch das ist nicht genug, denn neben der PS4 Version, in welcher ihr Princessin Cecille spielt, könnt ihr deren Widersacher, Legatus Laendur, auf der PS Vita spielen. Das Rollenspiel trumpft mit einem einzigartigen, aber simplen Kampfsystem und einer netten Story, in welcher jede Entscheidung das große Ganze beeinflusst.

 

 

 

Inspiriert von Titeln wie Valkyrie Profile, oder Grand Kingdom, ist Fallen Legion ein Side-Scroller RPG. Was heißt das? Ähnlich wie bei Super Mario rennt ihr immer nur nach rechts und bestreitet Kämpfe. Dabei gibt es von dem Spiel eine Version für die PS4, wo ihr Cecille spielt, deren Vater, Kaiser Fenumias, gerade verstorben ist. Wollt ihr allerdings lieber auf dem Handheld spielen und die PS Vita hernehmen, seit ihr stattdessen General Legatus Laendur, welcher die Lage im Königreich nutzen möchte, um sich selbst an die Macht zu setzen.

Eines vorweg: Getestet haben wir nur die PS4 Titel Fallen Legion: Sins of Empire. Deshalb schlüpfen wir wie gesagt in die Rolle von Prinzessin Cecille. Doch auch wenn sie eine adelige Frau ist, darf sie nicht unterschätzt werden, denn sie kann mächtig mit ihren Zauberkräften austeilen. Während die Rebellion, angeführt von General Legatus Laendur, stattfindet, kämpft sie dafür das gespaltene Volk wieder unter ihrer Krone zu vereinen. Komme was wolle.

Die Erzählung selbst ist düster und gerade weil die Geschichten auf der PS4 und der PS Vita aus zwei unterschiedlichen Sichtwinkeln erzählt wird, macht genau dies Fallen Legion so interessant. Nur wenige Charaktere sind dabei wirklich relevant, doch diese sind immerhin interessant gestaltet. Dennoch fehlt der mitreißende Effekt, um die Story wirklich einprägend zu hinterlassen. Die Spielewelt ist groß und das Glossar bietet eine Vielzahl an Informationen zu Fraktionen im Kaiserreich, einigen Gottheiten und Geschehnissen in der Vergangenheit Fenumias, was vor allem für Fantasy-Fans ein großes Plus ist.

Auf der Übersichtskarte könnt ihr verschiedene Punkte ansteuern, wo ihr Beispielsweise Schlachten bestreiten könnt. Vor solchen Kämpfen wählt ihr zunächst drei „Exemplare“, was eigentlich nichts anderes als legendäre Helden sind, welche herauf beschwört werden. Ihr könnt euch unterschiedliche Kämpfer aneignen und so verschiedene Taktiken verfolgen. Der Kampfstil ist hier allerdings etwas eigen: Jedem Held wird eine Taste auf dem Controller zugeordnet; Kreis, Kreuz und Viereck. Cecille selbst gehört das Dreieck über welche ihr verschiedene Zauber auswählen könnt.

Den Kampf selbst kann man sich als Sidescroller vorstellen. Eure Charaktere rennen immer nach rechts, bis sie auf einen Gegner treffen. Jeder Held hat Aktionspunkte, welche sich mit der Zeit unterschiedlich schnell aufladen. Durch das Drücken der entsprechende Taste (Kreis, Kreuz, Viereck) löst ihr den Angriff des Helden aus. Bestimmte Reihenfolgen von Heldenangriffen geben dabei einen extra Boost und schalten besonders starke Angriffe frei. Auch könnt ihr mit der L1-Taste Angriffe abblocken um so Gröberes abzuwenden, oder Schaden zurückzuwerfen.

 

Ist der Kampf gewonnen, geht es weiter nach rechts. Oftmals kommt es hier zu einem Ereignis mit einem Textfeld. Verschiedene Szenarien können hier auftauchen und Celille muss sich nun entscheiden wie sie handeln sollen. Je nach Wahl bekommt ihr einen anderen Vorteil für das derzeitige Kampffeld. Doch das ist nicht alles, denn gleichzeitig verändert ihr so euer Ansehen bei den verschiedenen Fraktionen im Kaiserreich. Hierdurch werden wieder Nebenmissionen und Belohnungen frei geschaltet. Einen großen Einfluss auf die Erzählung von Fallen Legion nehmen werdet ihr dadurch aber nicht. Durch die große Anzahl an Personen, Orte und Gruppierungen verliert man allerdings schon bald die Übersicht. Persönlich habe ich dadurch oftmals moralisch, oder dem zu erhaltenden Vorteil entsprechend entschieden.

 

Grafik und Musik sind beide passend. Minimalistisch ist die Grafik zu beschreiben, mit netten Hintergründen, aber ausgefeilteren Charakteren. Die Musik ist nicht außergewöhnlich, geht einem aber auch nicht auf die Nerven. Synchronisiert sind nur die beiden Hauptcharaktere und dies auch nur auf englisch, aber wer lesen kann ist klar im Vorteil. Generell kommt recht viel Text im Spiel vor und oftmals erwischt man sich dabei, wie man diese manches Mal einfach überspringt.

Fallen Legion ist eine klasse Idee, in einer „netten“ Verpackung. Das Potenzial wirkt etwas verschenkt und bezeichnet sich zwar als Rollenspiel, fühlt sich aber nicht so an. Auch taktisch ist eher wenig herauszuholen, selbst die Bossgegner benötigen keiner besonderen Strategie um sie zu besiegen. Dies drückt leider etwas auf den Spielspaß, ohne ihn vollständig zu zerstören. Doch vielleicht spielt sich die PS Vita Version ja besser.

 

Fallen Legion: Sins of Empire
  Wertung der Redaktion: 

69/100

  • Publisher: acttil LLC.
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: PS Vita (andere Version)
  • Preis: 19,99€

 

 

 
19/30 Technik + Nette Grafik…
+ Gute Story…
+ Detailreiche Charaktere
+ Gute Story
+ Guter Soundtrack
- … aber nicht wirkich umwerfend.
- … aber hinterlässt keinen prägenden Eindruck
- Nur Hauptcharas synchronisiert (englisch)
21/30 Umfang + Viele Orte
+ Gute Spieldauer
+ Viele „Exemplare“ (Helden)
+ PS4 und Vita Versionen unterscheiden sich
- Kaum RPG Elemente
21/30 Gameplay + Hoher Wiederspielwert (Vita + PS4)
+ Interessante Story
+ Zufallsereignisse
+ Story aus 2 Sichwinkeln (Vita +PS4)
+ Entscheidungen wirken sich auf Spiel aus
- Simples Kampfsystem
- Gute Idee, mittelmäßige Umsetzung
8/10 Spezifisch + 2 Sichtweisen der Story auf PS4 und Vita
+ Viele „Exemplare“ (Helden)
+ Einzigartiges Kampfsystem 

- Mittelprächtige Umsetzung einer guten Idee
Fazit:

Fallen Legion: Sins of Empire

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Fallen Legion hat eine gute Story, die wesentlich interessanter wird, wenn man sich die PS4 und PS Vita Versionen anschaut. Denn je nachdem erhaltet ihr einen Einblick auf die jeweils andere Seite der beiden sich bekriegenden Seiten. Das Kampfsystem ist einzigartig und am Anfang ziemlich gewöhnungsbedürftig. Man bekommt ein nettes kleines Spiel, welches ein wenig Zeit vertreibt, eine gute Story erzählt, aber nicht wirklich viel Geschick erfordert.

Die Idee hinter Fallen Legion ist gut, die Umsetzung aber etwas enttäuschend. Dennoch macht es Spaß, bietet einige Stunden Unterhaltung und wem es gefallen hat, spielt es sicher gerne wieder. Auch die Gespräche auf den Schlachtfeld, welche den Spielverlauf (minimal) beeinflussen, bieten einige Abwechslung. Generell kann man sich hier gerne einmal zurück lehnen und sich berieseln lassen.

Rating: 69 out of 100

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Geschrieben von

Richtig geprägt haben mich Spiele aus dem Hause LucasArts. Monkey Island, Indiana Jones und Star Wars haben mir gezeigt, wie ein echtes Spiel sein muss. Aber auch Blizzard hat mehr als nur ein Spiel herausgebracht, welches mir viele Stunden an Spaß geschenkt hat.

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