Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre

Layton ist ein Name der in den Fans große Erwartungen weckt. Die sechsteilige Hauptserie auf dem DS und 3DS ist mittlerweile abgeschlossen. Trotzdem wird Layton nicht vergessen, denn es geht mit Professor Laytons Tochter Katrielle wieder ans Rätsel knacken. Ob sich Layton‘s Mystery Journey als eigenständiger Titel behaupten kann, könnt ihr in diesem Review lesen.

 

Der Ruf des Professor Laytons ist nicht nur in unserer Welt hoch! Auch Protagonistin Katrielle muss im fiktiven London von Layton‘s Mystery Journey den hohen Erwartungen entgegenkommen, die an sie gestellt werden. Als Tochter des berühmten Professors macht sie sich ihren Traum, eine eigene Detektei zu führen, wahr. Dabei steht sie aber nicht alleine da, denn auch Ernest, der sich selbst als Assistent eingestellt hat und noch dazu ganz vernarrt in Kat ist, steht ihr tatkräftig zur Seite. Zwar trägt die Detektei den großen Namen Layton, doch anfänglich kommt das Geschäft nicht in Schwung. Ihr erster Kunde, der sprechende Hund Sherl, wird kurzerhand in die Detektei eingebunden und sorgt fortan mit zynischen und sarkastischen Kommentaren für viele Lacher.

 

Wie auch die Spiele der Professor Layton-Reihe, wird in Layton‘s Mystery Journey viel Wert auf zwei Elemente gelegt: Die Geschichte und Rätsel. Auf beide Punkte werden wir jetzt zu sprechen kommen. Generell ist das Gameplay ähnlich wie in den Professor Layton Spielen: Mit Hilfe des Touchpens könnt ihr eure Umgebung genau untersuchen und somit mit Leuten interagieren oder Dinge finden. Die Schauplätze können wie immer über die Karte gewechselt werden. Es gibt auch die Möglichkeit in die Detektei zurückzukehren oder in Katrielles Koffer Minispiele zu spielen und Fälle nachzulesen.

 

Natürlich unterscheidet sich Layton‘s Mystery Journey vom Spielaufbau von den Vorgängern. Auch die Geschichte um Kat folgt einem roten Faden und präsentiert eine in sich geschlossene Geschichte, nämlich um die Verschwörung der Millionäre. Zu viel wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, denn worum es sich genau handelt, müsst ihr selbst herausfinden. Aber anstatt einer langen und stark zusammenhängenden Story ist Kats Geschichte in verschiedene Kriminalfälle unterteilt. Jeder Fall hat seine eigene kleine Geschichte und ist in sich geschlossen. Hat man die ersten Fälle gelöst, kann man sogar aus mehreren Fällen auswählen. Dabei müssen die Fälle zunächst nicht komplett abgeschlossen werden, sondern man kann nach belieben zwischen den Fällen hin und her springen. Das bedeutet auch, dass man noch einmal in alte Fälle zurück gehen kann um dort versteckte Objekte, Hinweismünzen oder Rätsel zu suchen. Der Aufbau des Spiels sorgt definitiv für frischen Wind.

Die Charaktere in Layton’s Mystery Journey sind allesamt herrlich vielseitig und markant. Katrielle selbst ist ein Leckermäulchen, die sich lieber aufs Essen und Shopping konzentriert als auf die Lösung ihres Falls. Dank ihrer Intuition (andere würden auch Bauchgefühl sagen) schafft sie es aber doch immer wieder die Lösung des Falls zu finden. Ihre beiden Begleiter Ernest und Sherl wurden bereits oben kurz vorgestellt. Aber auch die anderen Nebencharaktere, von denen einige, wie zum Beispiel Inspektor Hastings oder Kats Kontrahentin Perfetti, immer wieder auftauchen. Das Spiel ist mit Wortwitzen gespickt (das wird spätestens beim Fall „Ratman Forever“ sehr deutlich) und nimmt sich selbst nicht ganz ernst. Dadurch werden die Fälle sehr kurzweilig und werden nie langweilig. Leider fehlt es dem Spiel generell an Tiefgang. Hat man einmal das Schema der Fälle durchschaut, sind sie oft sehr hervorsehbar, auch wenn sie insgesamt recht absurd sind. Die Fälle sind dabei recht kinderfreundlich gestaltet, so dass Mord und Totschlag eher nicht im Vordergrund stehen.

 

Die Räsel in Lyton’s Mystery Journey sind so, wie man sie kennt. Hin und wieder findet man ein Rätsel in dem man die Umgebung durchsucht. Rätsel werden natürlich auch von Leuten gestellt. Diesmal sind die Rätsel allerdings etwas rarer gestreut. Man findet nicht ständig ein neues Rätsel und man bekommt auch nicht alle Nase lang ein Rätsel aufgebunden. Das klassische „Du willst etwas von mir? Dann löse bitte zuerst dieses Rätsel!“ ist ein wenig in den Hintergrund getreten, so dass die Rätsel besser in die Geschichte eingebunden sind. In Sachen Rätseln merkt man hier sehr stark, dass Layton’s Mystery Journey auch auf dem Smartphone erschienen ist. Viele Rätsel fallen in die Kategorie der Trickfragen. Es gibt auch viele Rätsel in denen Wörter erraten werden müssen. Leider wurde hier ein wenig bei der Lokalisation geschlampt. Zwar ist das ganze Spiel auf Deutsch, doch hin und wieder muss man auch nach englischen Wörtern suchen, was zu Verwirrung führen kann. Suche ich jetzt ein deutsches Wort oder ein englisches Wort? Rätsel aus der Kategorie der Schieberätsel sind diesmal eher weniger vertreten. Insgesamt sind die Rätsel gut lösbar, aber für manche vielleicht auch ein wenig zu einfach. Auch die Hinweise und die Anzahl der Hinweismünzen sind gut gewählt.

 

Neben der Hauptstory finden sich in Katrielles Koffer auch noch einige Minispiele. Darunter die drei Spiele „Das perfekte Dinner“, der „Modekatalog“ und „Die große Schiebung“. Im ersten Minispiel muss man die Essenwünsche verschiedener Personen erfüllen. Dafür kann man drei verschiedene Speisen aus einem Pool von Gerichten auswählen. Das perfekte Dinner spielt sich ähnlich wie der Teekoffer aus Professor Layton und die Schatulle der Pandora. Im Modekatalog müssen Accessoires in einem Laden so platziert werden, dass die Kunden möglichst viel kaufen. Im letzten Spie, die große Schiebung, muss Sherl aus einem Labyrinth geholfen werden. Im Spielverlauf bekommt man nach und nach neue Level für die Minispiele. Neu dabei sind die Interieurmarken und die Modemarken. Letztere kann man im Spielverlauf finden und Kat damit neue Outfits kaufen. Neue Interieurmarken bekommt man für eine gewisse Anzahl gelöster Rätsel. Mit ihnen kann man die Detektei Layton mit verschiedenen Einrichtungsgegenständen ausstatten.

Technisch macht sich Layton’s Mystery Journey sehr gut. Es wurde zwar auf einen 3D-Effekt verzichtet, dafür sind die Animationen sehr gut gelungen. Der Grafikstil ist recht hübsch ausgefallen und besonders die Artworks innerhalb der Rätsel sind wunderschön geworden. Zwischendurch wird man immer mal wieder mit kleinen Anime-Sequenzen überrascht. Besonders musikalisch wurde eine große Herausforderung an die Entwickler gestellt. Die charakteristische Musik gehört einfach zu Layton dazu, doch wie grenzt man sich hier ab? Das Ergebnis kann sich hören lassen, denn der Soundtrack ist eine gute Mischung aus einem eigenen musikalischen Flair und altbekannten Musikstücken, die in passenden Situationen auftreten.

 

 

Layton’s Mystery Journey
Wertung der Redaktion:

81/100

  • Publisher: Level-5
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • auch für: 2DS, Smartphone
  • Preis: 34,99€

 

 

 
25/30 Technik + Hübsche Grafik / Artworks
+ Anime Sequenzen
+ Gute Musik
+ Deutsche Synchro
- Kein 3D-Effekt
23/30 Umfang + Viele Kriminalfälle
+ Interessante Mini-Games
+ Mode- und Interieurmarken
- Seichte Geschichte
23/30 Gameplay + Fälle können frei gewählt werden
+ Rätsel drängen sich nicht auf
- Vorhersehbare Fälle
- Rätsel recht einfach
10/10 Spezifisch + Extrem charmante und markante Charaktere
+ Gute Abgrenzung zu Professor Layton
+ Auch ohne Vorkenntnisse spielbar
Fazit:

Layton's Mystery Journey

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In Layton’s Mystery Journey schlüpft ihr in die Rolle von Professor Laytons Tochter Katrielle. Zusammen mit ihrem Assistenten Ernest und dem sprechenden Hund Sherl erlebt sie teilweise recht absurde Kriminalfälle. Die Fälle sind kinderfreundlich gestaltet, meistens recht vorhersehbar, sind aber dennoch sehr charmant und lustig. Generell sind alle Charaktere sehr markant und tragen viel zum positiven Spielgefühl bei. Die Rätsel sind diesmal ein wenig sparsamer gesetzt, so dass die Geschichte nicht ständig unterbrochen wird. Vom Gameplay her unterscheidet sich Layton’s Mystery Journey aber wenig von den Vorgängern. Die Abgrenzung zur Professor Layton-Reihe ist gut gelungen. Man merkt den Layton Flair, spielt aber eine eigenständige Geschichte. Dies kommt besonders gut durch die Musik zum Ausdruck.

Rating: 81 out of 100

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Geschrieben von

Irgendwann hab ich dann meine Freunde Indi, Lara und den Barbaren von Diablo II zurückgelassen um mich erwachsenen Themen zu widmen: Meiner ersten Liebesbeziehung mit Link. Sinneserweiternde Trips durch bunte Tunnel mit Rayman. Und natürlich meiner Karriere: 150 Pokémon, ja das sind wirklich viel. Doch ich will Pokémon Meister sein. Das ist mein Ziel!

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