Indie-Games @CEGC

Vom 17.02. bis 19.02. fand die Central European Games Conference (CEGC) in Wien statt. Neben zahlreichen Vorträgen gab es auch eine Menge Indie-Titel auf der CEGC in der Uni Wien zu bestaunen. Vertreten waren nicht nur Entwickler aus Österreich, sondern auch aus Polen, Tschechien, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Kroatien und viele mehr. Auch wenn sich die Titel großteils noch in Entwicklung befanden, waren die meisten sehr amüsant zu spielen, da sie vor allem auf unverbrauchten Ideen aufbauten.

Aber nicht nur Indie-Titel-Entwickler waren vertreten, sondern auch Künstler und der Hardware-Verkäufer CG-Shop. Während der CG-Shop die neuesten Kreativ-Stift-Displays und hochauflösende Monitore präsentierte, zeigte die Künstlerin Yeve ihre Bilder zu Games wie Mass Effekt.

Wir haben uns die Indie-Titel angesehen und einige zusammengefasst:

Land it!

Manche kennen vielleicht den Vorgänger Air Control Simulator, der ebenfalls von Nemesys Games entwickelt wurde. Wie im schon m Vorgänger geht es darum mehrere Flugzeuge zu ihren Zielen zu bringen. Man spielt also den Tower und sagt den Flugzeugen wohin es geht. Das klingt recht einfach, allerdings erschweren andere Flugzeuge und Hindernisse, wie Flugverbotszonen und Berge, die Aufgabe erheblich. Gerade wenn man sich um fünf oder vielleicht sechs Flieger gleichzeitig kümmern muss zeigt sich, dass man doch nicht so Multitasking fähig ist, wie man immer dachte. Grafisch ist der Titel recht einfach gehalten, allerdings ist die Optik für den Zweck des Spiels durchaus angebracht. Die herausfordernden Level laden zu erneuten Versuchen ein, selbst wenn man mal wegen der etwas holprigen Fliegerauswahl einen Absturz nicht verhindern konnte. Für Profis gibt es schließlich noch den Endlos-Modus, bei dem solange Flugzeuge nachkommen, bis der Spieler kapituliert. Für Ungeübte ist dieser Moment recht schnell erreicht.

Land it! Erscheint für PC und Xbox One.

Seum

In Seum von den Pine Studios geht es grundsätzlich mal darum, dass der Teufel einem das Bier geklaut hat. Um dieses zurückzuholen muss man in die Hölle hinabsteigen. Soviel zur Story. Diese mag vielleicht nicht umfangreich sein, aber mehr ist auch nicht nötig. Das Spiel versteht sich nämlich eher als Speed-Run-Abenteuer. Je nach Level hat man nur zehn bis zwanzig Sekunden Zeit um durch das Portal zu gelangen und so das Level abzuschließen. Dabei ist eine schnelle Reaktion und ein Kennenlernen der Umgebung von Bedeutung. Immerhin muss nicht nur das Springen von Plattform zu Plattform, sondern auch das Hantieren mit Feuerbällen, Gravitationsumkehrern und anderen Spielereien gemeistert werden. Mehr als alles andere hat Seum vor allem den Suchfaktor ein gescheitertes Level immer und immer wieder zu probieren, bis es schließlich geschafft ist. Nebenbei lässt sich in jedem Level auch noch ein verstecktes Bier finden, das oft nicht so einfach zu erwischen ist.

Leider erscheint Seum vorerst nur für PC, auf den Konsolen wäre das Konzept aufgrund der Steuerung schwerer umzusetzen.

Bound

Wenn Bound eines wirklich ist, dann anmutig und einfach schön. Mehr kann man zur Optik und den Animationen nicht sagen. Die gesamte Umgebung, aber auch die Bewegungen der Figur sind äußerst gelungen. Alles scheint in Bewegung zu sein und ist es wert mal genauer hinzusehen. Spielerisch ist Bound zwar etwas einfacher geraten, da man vorwiegend durch die hübsche Landschaft tänzelt und das anmutigste Jump`n`Run aller Zeiten hinlegt, langweilig wurde es aber bestimmt nicht. Neben all dem Gehüpfe und Getanze muss man sich auch vor Gegner in Acht nehmen, die sich durch eine Art Schild abwehren lassen. Auch wenn die Geschichte anfangs nicht sehr tief wirkt könnte es doch sein, dass Bound hier noch überrascht, denn zwischendurch werden in das Third-Person-Spiel auch First-Person-Szenen eingebaut, die eine tiefere Story vermuten lassen.

Bound erscheint exklusiv für PS4.

Dungenious

Mit diesem Titel für Smartphones ist wohl eines der untypischten Lernspiele entstanden, die es überhaupt gibt. Immerhin geht esin Dungenious darum durch ein Verlies zu wandern und Monster zu besiegen, wie in so vielen Games. Aber jetzt kommts: Die Angriffe werden durch Wissensfragen entschieden. Dabei können mehrere Pakete, wie Sprachen, Tiere, Länder usw. heruntergeladen werden, die dann im Kampf über Leben und Tod entscheiden. So werden zum Beispiel Bilder von Vögeln gezeigt zu denen es vier mögliche Antworten gibt. Erwischt man die richtige wird der Angriff gegen das Monster ausgeführt; liegt man daneben passiert nicht. Ein sehr interessantes und vor allem innovatives Spielprinzip, bei dem das Sterben der Spielfigur nicht so tragisch ist, da man sofort Neustarten kann und außerdem noch klüger geworden ist.

Allerdings wird der Titel erst im nächsten Monat erscheinen.

Elementary Minute

Diese schnelle Wissensquiz aus Graz ist für iOS erhältlich und sogar CEGC-Elem1auf der Apple-Watch spielbar. In den drei Wissensgebieten Mathematik, Geografie und Berühmtheiten (die vierte Kategorie Wissenschaft kommt per Update nach) gilt es in einer Minute so viele richtige Antworten wie möglich zu geben. Aber Vorsicht, denn falsche Antworten bringen eine Zeitstrafe von 5 bis 15 Sekunden, je nach Schwierigkeitsgrad.

Asymmetric:

Ebenfalls aus Graz kommt dieser Indie-Titel für iOS und auch hier gilt es die kleinen grauen Zellen zu aktivieren. Ziel ist es zwei Figuren auf ihre Zielfelder zu bewegen, wobei nur eine der beiden Figuren gesteuert werden kann. Die andere bewegt sich gegengleich. Die anfangs simplen Level werden bald zur ultimativen Vorausdenk-Aufgabe. Mehrere spezielle Felder, wie Blöcke und Löcher, machen das Planen und Versuchen bald zu einer Aufgabe, die nur Schachweltmeister ohne Probleme lösen können.

Wann das Denkspiel erscheint ist noch unklar.

Aggressors Ancient Rome

Nach Aggressors, CEGC-Aggressors1das während des Zweiten Weltkriegs spielt, haben Kubat Software das Setting nun in die Antike verlegt. Ähnlich wie in Civilisation muss das eigene Volk durch Rohstoffsammeln und militärische Expansion zum Sieg geführt werden. Der spielbare Zeitraum umfasst dabei einen Großteil der Antike. Wir durften in der Demo die griechischen Stadtstaaten gegeneinander hetzen. Auch wenn sich Aggressors Ancient Rome an Civilisation orientiert versucht es doch eigene Wege zu gehen. Wirtschafts- und Bündnis-Systeme sind hier zu nennen, wie auch die Ausbildung von Soldaten, die den Städten Einwohner wegnimmt.

Erscheinen wird Aggressors Ancient Rome im Laufe des Jahres für PC.

Evergreen

Von der Salzburger FH kommt ein ebenso ansehnliches, wie besonderes Spiel: Evergreen. Als Waldgott gilt es die Bäume und Büsche so zu beeinflussen, dass sie die bösen Motten vertreiben, die den Wald zerstören. Zwar haben wir es in der Demo kaum geschafft irgendwelche Motten loszuwerden, aber daran war wohl die eindrucksvolle Waldoptik schuld. Es macht einfach eine Menge Spaß mit dem Waldgott, der auch noch ein wenig an den Film Prinzessin Mononoke erinnert, durch die Gräser zu laufen.

Für welche Systeme und wann der Titel erscheint steht noch nicht fest.

Geschrieben von

Seltsamerweise (und entgegen meiner Kollegen) habe ich spieltechnisch den PC nie wirklich für mich entdecken können. Lediglich Strategiespiele, vor allem die Total War Reihe, habe ich der Kontrolle einer Maus unterworfen. Natürlich war die Hardware eines neuen PCs in den letzten Jahren sehr verlocken, während die Konsolen mit ihren 512 MB RAM grafisch immer mehr ins Hintertreffen gerieten. Umso mehr erfreue ich mich nun an der PS4 und der Tatsache, dass ein Standard PC für mich völlig ausreicht.

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