Preview – Blossom Tales: The Sleeping King

Blossom Tales The Sleeping King - Das 16-Bit Action RPG kommt Anfang 2017, Preview_ Blossome Tale - The Sleeping King

Ein Pixelart Spiel in Zeiten von 4k Auflösung, das sich an den alten The Legend of Zelda Teilen orientiert. Funktioniert das? Blossom Tales will es herausfinden! Wir haben eine Demoversion am PC gespielt und erzählen euch von unseren Erfahrungen.

 

Castle Pixel versuchts mal anders. Statt realistischer Grafik setzen sie auf die gute, alte Pixelart. Den Nostalgiefaktor erhöhen sie dann auch noch damit, dass sie sich an Klassiker, wie The Legend of Zelda, orientieren. Ergänzt wird das ganze mit modernen Elementen und herauskommt Blossom Tales. Wir haben die englische Demoversion gespielt und verraten euch, was wir davon halten.

 

Es war einmal…

Die Geschichte von Blossom Tales ist ein Märchen, welches man problemlos seinen Enkelkindern vorließt, wortwörtlich! Während Großvater von den heroischen Abenteuern der Ritterin Lily erzählt, spielt ihr genau diese selbst nach. Der böse Zauberer Crocus hat seinen Bruder, den König, mit einem Schlafzauber belegt. Nur ein Trank, gebraut aus drei seltenen Zutaten, kann ihn wiedererwachen lassen. Zwar ist der Plot simpel, aber er motiviert genug, um das Abenteuer mit Freude fortzuführen.

Blossom Tales The Sleeping King - Das 16-Bit Action RPG kommt Anfang 2017, Preview_ Blossome Tale - The Sleeping King
 

Aber genau jene Märchenrahmung kann für einige ein negativer Knackpunkt sein, obwohl er anfangs sehr putzig klingt. Ihr spielt keine auserwählte Heldin eines magischen Artefakts, vergessene Legende oder mutige Retterin in Spe, sondern letztlich eine Figur aus einer „Gute Nacht“-Geschichte. Im Spiel werdet ihr durch eingeworfene Dialoge des Großvaters und der Enkelkinder auch immer wieder mal daran erinnert. Für manche sind dies Preview - Blossome Tale: The Sleeping Kingunterhaltsame Zwischenpausen, für andere nervige Unterbrechungen, welche den Spielfluss stören und die Bedeutung der eigentlich heroischen Reise abstumpfen. Persönlich konnten wir darüber hinwegsehen, da die lieblich gestaltete Grafik in Kombination mit dem unterhaltsamen Gameplay uns schnell wieder in das Spielgeschehen hineingezogen haben.

 

 

Abenteuer nach der alten Schule mit neuer Optik

Die Pixelgrafik des Titels sieht fast durchgehend gestochen scharf und gut umgesetzt aus. Nur selten haben wir in der Demoversion Überlappungsfehler gesehen. Dafür waren wir sehr begeistert wie detaillierte Explosions- und Feuereffekte fließend in die Pixelwelt integriert wurden. Auch unterschiedliche Areale, wie Häuser, Höhlen, Wälder, Sümpfe oder Verließe sind gut inszeniert und machen Lust auf mehr. Egal wo ihr euch befindet, der Titel liefert dabei eine tolle Hintergrundmusik, die nicht langweilig wird. Auch die anderen Musikeffekte sind treffend und ergänzen das optische Gesamtbild. Die Top-Down Ansicht, die Strukturierung der Welt und die Spielmechaniken erinnern dabei stark an ältere The Legend of Zelda Teile, A link to The Past und Oracle of Ages/Seasons voran.

Über eine Karte wird euch angezeigt, in welchem Gebiet eure Hauptquest fortgeführt wird. Die Markierung für Lily darf hier ruhig deutlicher ausfallen. Die Spielwelt bietet viele Geheimnisse und Verstecke zum Entdecken, sodass wir uns gerne mal auf Schatzsuche begeben haben. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch für die Spielfigur lohnenswert. Herzteile, Gold, Sammelgegenstände und Händler mit seltenen Items haben wir gefunden und uns jedes Mal erneut über den kleinen, zusätzlichen Fortschritt gefreut. Die Spielwelt selber sieht richtig schön aus, was vor allem daran liegt, dass sie merklich lebt. Blumen wehen im Wind, Schmetterlinge flattern umher und Vögel fliegen durch die Gegend. Die NPC’s haben währenddessen immer was zu sagen; mal mehr, mal weniger interessant und manche mit einer Nebenquest im Gepäck.

Und Nebenquests gab es einige in unserer Preview. Sammle Ressourcen und andere Materialien, um den Bogen beim Schmied aufzuwerten, tausche sie gegen zusätzliches Bargeld oder gegen Herzteile. So sammelt ihr mal Federn, Pilze oder liefert Briefe als Ersatzposträgerin aus. Eine Markierung auf der Karte oder ein dauerhaftes Log hätte uns dabei geholfen, die entsprechenden NPC’s schneller wiederzufinden, um die Quests abzugeben. Über das Menü könnt ihr zumindest ein Log aufrufen, um die letzten Dialoge nachzulesen, solltet ihr mal vergessen haben, was genau für die Hauptquest zu tun ist. Unnötig lange Wegmärsche stehen euch dank Teleporter nicht bevor.

 

Mit Schild, Schwert und Scharfsinn in die Schlacht

Spielerisch erinnert der Titel ebenfalls an The Legend Of Zelda, macht aber an einigen Stellen willkommene Verbesserungen. Mit eurer 3-fach Schwertcombo setzt ihr Gegnern im Nahkampf zu; das Tolle dabei, diese Combo könnt ihr auch problemlos im Laufen ausführen, sodass das Kämpfen sich fließend und dynamisch anfühlt. Der klassische Wirbelschlag ist auch mit dabei und bekommt sogar noch einen Zusatz in Form eines Sprungangriffes. Hier hätten wir uns schönere Spezialeffekte gewünscht, da die grauen Pixel beim Ausführen recht unspektakulär aussehen. Immerhin haben die Bomben eine tolle Explosionsanimation bekommen, die Spezialangriffe sagen zu farbenfrohen Lichteffekten sicher auch nicht Nein.

Zwei zusätzliche Gegenstände könnt ihr neben eurem Schwert auf beliebige Tasten legen, um sie im Kampf einzusetzen. Sowohl für die Tastatur, als auch für unseren Controller konnten wir die Steuerung komplett anpassen. Solche Feinheiten sind immer ein großer Pluspunkt. Wir durften uns in der Demoversion mit Schild, Bomben, einer Schaufel und einem Bogen austoben, sowie verschiedene Tränke und Unterstützungstalismane unser Eigen nennen. Sowohl die Bomben, als auch die Pfeile könnt ihr solange benutzen, bis eure Magieanzeige leer ist. Diese regeneriert sich nach Blossom Tales The Sleeping King - Das 16-Bit Action RPG kommt Anfang 2017, Preview_ Blossome Tale - The Sleeping Kingkurzer Zeit wieder. Sehr fein, denn dadurch mussten wir nicht langwidrig Pfeile oder Bomben suchen, wenn wir sie bitter nötig gebraucht haben, um ein Rätsel zu lösen oder eine geheime Höhle freizulegen. Euer Menü selber ist dabei übersichtlich gestaltet und lässt sich leicht bedienen.

 

Nachdem wir unsere erst Mutprobe im Schlossverlies bestanden haben, ging es dann zum ersten Dungeon. Davor mussten wir die Entscheidung treffen, von welchen Monstern Großvater erzählen soll, die gerade ein Druidendorf angreifen. Eben diese mussten wir dann im Spiel besiegen. Inwieweit diese Entscheidungen den späteren Spielverlauf im Ganzen bestimmen, bleibt offen. Die Rätsel und Geschicklichkeitseinlagen im Dungeon waren unterschiedlich schwer. Manche waren intuitiv leicht und für andere habe wir mehrere Anläufe gebraucht, doch konnten wir durch rumprobieren im angenehmen Tempo einen Raum nach dem anderen durchforsten. Der abschließende Bosskampf war toll inszeniert und nur mit der richtigen Taktik zu meistern.

Leider war danach unsere Demo auch schon zu Ende. Schade, wir hatten richtig Lust die nächsten Gebiete zu erkunden und Geheimnisse zu lüften. Wer also auf Ausschau nach einem liebevollen Abenteuer mit Charme im The Legend of Zelda Stil hält, dem können wir ruhigen Gewissens raten, Blossom Tales – The Sleeping King im Auge zu behalten.

Geschrieben von

Seit über 3 Jahren darf ich mich schon Mitglied in der Redaktion von ZATC schimpfen und durfte News, Reviews und anderen Schabernack schreiben. Als Kind der legendären 90er waren Klassiker à la Final Fantasy , Metal Gear Solid und The Legend of Zelda meine treuen Weggefährten. Über Bioshock und Knights of the Old Republic ging es dann langsam auch zum PC. Die Skepsis gegenüber Spielebewertungen und fragwürdig positiven Reviews wurde mit dem Alter immer größer, weshalb letztlich die Entscheidung getroffen wurde, selber etwas zu unternehmen. Mit der festen Überzeugung, dass wir für unser Geld auch entsprechende Unterhaltung kriegen sollen, ist für mich ein gutes Preis/Leistungsverhältnis wichtig. Halbfertige Spiele, faule Sequels und gebrochene Spielmechaniken zum Release gehören für mich bei kleinen, genauso wie bei großen Titel abgestraft, was die Bewertung angeht. Wenn Entwickler und Publisher unser hart verdientes Geld wollen, sollen ihre Spiele das auch wert sein.

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