Battlefield 3 – End Game

Vier neue Karten, drei neue Fahrzeuge, darunter die schnellen und wendigen Dirt Bikes, zwei neue Spielmodi, was kann das zu bedeuten haben? Ganz genau, der neue aber auch letzte DLC zu Battlefield 3 ist da! Es ist schon erstaunlich, dass ein Spiel nach knapp eineinhalb Jahren immer noch so aktuell und beliebt ist und von den Entwicklern nach wie vor regelmäßig mit Updates versorgt wird. Am 5. März wurde das Add-On auf der Playstation 3 für alle Premium Besitzer veröffentlicht. Seit 12. März ist es auch für Premium Spieler über die XBox 360 und den PC verfügbar und da haben wir es uns nicht nehmen lassen einen Blick darauf zu werfen.

 

Die Maps

End Game kommt, wie üblich für ein Battlefield 3 Add-On, mit einigen neuen Maps, genauer gesagt mit vier. Die vier Maps hören auf die klingen Namen Nebandan Flats (Nebandan Ebene), Sabalan Pipeline, Kiasar Railroad (Kiasar Eisenbahn) und Operation Riverside (Operation Flussufer) und sollen für schnelle und rasante Kämpfe sorgen. Für schöne Abwechslung sorgen in den vier neuen Karten der Einfluss der unterschiedlichen Jahreszeiten. So spielt man einmal in einer sonnigen Sommerlandschaft auf Kiasar Railroad und schon in der nächsten Runde findet man sich in einem Schneesturm auf Sabaln Pipeline wieder. Die Maps wirken insgesamt schön und stimmig, sind nicht zu groß wie bei Armored Kill und liefern genügend Abwechslung für viele spannende Runden. Wer sich jetzt allerdings Wetterphänomene erwartet, ähnlich den Erdbeben in Aftermath, den müssen wir leider enttäuschen. Die Karten sind eindeutig auf die neuen Spielmodi ausgelegt, sie sind recht groß und offen, es finden sich auch sehr viele, mehr oder weniger, versteckte Sprünge, so dass man durchaus mal die ein oder andere Runde mehr mit dem Bike über die Karte fetzt, um auch jeden Sprung einmal ausprobiert zu haben. Allerdings sollte man nicht zu ungestüm mit den Dingern umgehen, zu viel halten sie nämlich auch nicht aus.

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Die Fahrzeuge

Prinzipiell gibt es drei neue Fahrzeuge in End Game, wobei, eigentlich vier, das vierte lässt sich aber nicht selbst steuern. Dabei handelt es sich nämlich um das Drop Ship oder C-130. Es ist ähnlich der AC-130 in Armored Kill, das Team das einen bestimmten Kontrollpunkt erobert, besitzt auch das Drop Ship. Es dient als mobiler Spawnpunkt für Infanterie und Fahrzeuge, die im Flugzeug spawnen und dann gedropt werden. Schießen kann man in der C-130 allerdings nicht. Bei zwei weiteren Fahrzeugen handelt es sich um Modifizierungen des US HMMWV so wie des russischen Vodnik. Beide wurden mit Boden-Luft-Raketen ausgestattet und können daher gegen feindliche Jets oder Helis vorgehen. Wobei der Schütze nicht gleich der Fahrer ist und da kann es schon mal passieren, dass ein Mitspieler in das Fahrzeug einsteigt und motiviert vor zur nächsten Flagge fährt, man selbst dann aber mitten im Kampfgebiet steht und  obwohl der Schütze auch über normale Rocket Pods verfügt, hat man gegen einen normalen Panzer keine Chance. Zu guter letzt wird der Fuhrpark von Battlefield 3 um ein weiteres Highlight reicher, die Dirt Bikes. Um es zusammenzufassen, klein, schnell, wendig. Das Fahren auf den kleinen Motorrädern macht wirklich riesen Spaß und sie zählen zu den Highlights dieses DLCs. Eigens angelegte Sprünge und kleine Schleichwege, auf denen große Fahrzeuge keinen Platz haben sorgen dafür, dass man sehr schnell von A nach B kommt und wenn man auch noch einen Mitspieler hinten drauf sitzen hat, stellt man eine echte Gefahr für den Feind dar. Allerdings muss man schon ein Wenig aufpassen, erstens halten die Bikes nicht viel aus, zweitens wird man vom Gegner sofort gesehen und gehört, also unerkannt hinter die feindliche Front zu kommen ist so ziemlich ausgeschlossen und außerdem stellt man ein recht leichtes Ziel für den Gegner dar, vor allem wenn man alleine unterwegs ist und sich nicht wehren kann. Ein cooles Feature nebenbei ist der Wheelie, drückt man nämlich beim Fahren die Shift Taste fährt man nur mehr auf dem Hinterrad und tut man dies wenn man über einen Sprüng fährt, kann man die Sprunghöhe knapp verdoppeln.

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Die Spielmodi

Air Superiority (Luftüberlegenheit) und Capture The Flag finden ihren Weg zurück in die Battlefield Serie, aber halten sie auch was sie versprechen?
Capture the Flag ist durchaus gut gelungen und macht Spaß zu spielen. Es funktioniert so wie es immer funktioniert, beide Teams haben eine Flagge und müssen die Gegnerische in ihre Homebase bringen ohne die Eigene zu verlieren. Dann gibts einen Punkt und es geht wieder von vorne los, dies entweder so lange bis die Zeit abgelaufen ist, oder das Punktelimit erreicht wurde. Vor allem mit den Bikes ist man schnell bei der gegnerischen Flagge und kann von dort auch so schnell wie möglich wieder abhauen. Die Flaggenpunkte sind nämlich immer von Gebäuden umgeben und werden oft von vielen Spieler belagert, also Achtung vor Campern und Snipern! Man kann übrigens nur einen Punkt gewinnen, wenn man die gegnerische Flagge in seinen Stützpunkt bringt, wo sich gleichzeitig auch die Eigene befinden muss. Schade, dass man als Flaggenträger, seinen Mitspielern die Flagge nicht abtreten kann, denn so kommt es oft dazu das beide Teams die jeweils gegnerischen Flaggen besitzen und sich derart einbunkern, dass das Spiel ein wenig festgefahren ist. In solchen Situationen würde ich gerne mit meinen Kollegen an die Front stürmen, als Flaggenträger aber zu gefährlich, da würde ich dann meine Flagge lieber einem Spieler geben der ohnehin nur in der eigenen Base herumvegetiert.
Air Superiority ist meiner Meinung nach nicht gut gelungen. In diesem Spielmodus spawnt man direkt in einem fliegenden Jet und muss, ähnlich zu Conquest, Stützpunkte, in Form von fliegenden Zeppelinen einnehmen. Wenn man es mal zu einen dieser Stützpunkte schafft ist es schwer diesen auch allein einzunehmen, da der Wirkungsradius recht klein ist und man schnell übers Ziel hinausfliegt, wenn man nicht aufpasst. Außerdem ist der Modus, vor allem auf Karten mit vielen Spieler ein großes Chaos und wenn man kein wirklich guter Pilot ist, wird man ständig von Wärmesuchern abgeschossen, die man selbst auch unbedingt benötigt, denn mit Rocket Pods oder gar dem Maschinengewehr einen Gegner zu treffen ist definitiv nicht sehr leicht. Für Fliegerasse sicher ein riesen Spaß, für den Durchschnittsspieler eher eine Folter.

 

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Für alle nicht Premium Mitlieder erscheint End Game am 19. März für alle PS3 Spieler und am 26. März für den Rest der Welt. Kosten wird das AddOn 15€.

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