Das Schwarze Auge: Memoria

Geron, der Held aus ‘Satinavs Ketten’ ist wieder zurück!

Ein paar Monate nachdem er die Andergaster vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt hat, muss sich der junge Mann erneut mit dem Schicksal rumschlagen. Diesmal jedoch mit den Folgen, die sein erstes Abenteuer nach sich zogen.
Die Fee Nuri, treue Begleiterin und Freundin des Helden, wurde aus ihrem sterbenden Körper verbannt, sodass ihre Seele nun in einem Raben wohnt. Diese Tatsache allein lastet schon schwer genug auf den Schultern des verzweifelten Gerons, hinzu kommt, dass Nuri beginnt zu vergessen.
Zu vergessen wer sie war, woher sie kam und was sie alles erlebt hatte.
Geron kann diesem Verfall nicht tatenlos zuschauen und wird prompt in eine Geschichte verwickelt, die er sich wohl in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können.

 

Story

Wir finden uns in einem dunklen Wald vor einem tulamidischen Zelt wieder. Wir sind gekommen, um mit dem Besitzer, dem Händler Fahi, etwas zu besprechen. Doch vor dem Zelt sitzt ein kleines Mädchen, Fahis Tochter, die sich weigert uns auch nur einen Schritt näher kommen zu lassen. In einem kleinen eingebauten Tutorial, welches man auch überspringen kann, müssen wir sie davon überzeugen, dass wir der Held von Andergast sind, der das Land vor den dunklen Albträumen gerettet hat.
Diese Überzeugungskunst geht uns leicht von der Hand, da Geron ein klein wenig zaubern kann. Mit seinem zerstören/reparieren-Zauber beeindrucken wir das Mädchen und dürfen zu Fahi.
Bei einer Tasse Tee erfahren wir, dass Fahi von einem Zauberspruch weiß, mit dem man die Gestalt von Lebewesen beliebig verändern kann. Das ist doch genau dass, was Geron gesucht hat, denn so könnte Nuri ganz schnell wieder zu einer Fee werden!
Doch einen so mächtigen Zauber bekommt man eben nicht einfach so.
Fahi willigt ein uns zu helfen, wenn wir ihm Klarheit über seine Albträume verschaffen, die ihn seit Monaten plagen. Geron, bekannt als der Bezwinger der Albträume der Andergaster, ist mit diesen Bedingungen einverstanden, nicht ahnend, dass diese Träume auch ihn verfolgen werden.
Fahi beginnt zu erzählen…

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Die Geschichte von Sadja

Vor 450 Jahren betrat eine Gruppe Menschen die Katakomben, welche zur Grabkammer eines alten Magiermoguls gehören. Teil dieser Gruppe ist Sadja, eine tulamidische Prinzessin. Die Helden sind auf der Suche nach einer mächtigen Waffe, die sie in der herrschenden Schlacht gegen den Feind verwenden wollen. Sadjas Rolle in dieser sehr ungleichen Gruppe ist es, die Inschriften auf der Grabkammer zu entschlüsseln, da sie als Prinzessin des Urtulamidischen mächtig ist.
Was wir nach kurzer Zeit jedoch sofort bemerken, Sadja ist keine typische verwöhnte Prinzessin. Sie ist eher das genaue Gegenteil: Frech, stark, mutig und ihre Kommentare strotzen nur vor Ironie und Sarkasmus. Außerdem ist die junge Dame sehr eingebildet und verfolgt das Ziel, eine Heldentat zu vollbringen, an die sich später die gesamte Menschheit erinnern wird.
Sadja schafft es tatsächlich in die Grabkammer zu gelangen und findet dort eine magische Maske, welche für die Schlacht von großer Bedeutung sein wird. Zumindest würde sie das sein, denn ziemlich schnell wird klar, dass man einem Magiermogul nicht einfach so etwas aus der Grabkammer klauen kann. Sadja sitzt in der Falle.
Dass sie in ihrem steinernen Grab Bekanntschaft mit einem merkwürdigen Stab macht, der noch dazu mit ihr spricht, möchte ich euch schon gar nicht mehr verraten, denn diese neu entstandene Beziehung zwischen diesen beiden ungleichen Wesen, sollte am besten jeder selbst erfahren.

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Facts

So wird Sadja also zur zweiten spielbaren Figur in Memoria, womit sie ein krasses Gegenstück zum soften Geron bildet. Die Übergänge zwischen den beiden sind genial eingebaut. Beispielsweise träumt Geron einmal von Sadja, woraufhin wir 450 Jahre in die Vergangenheit reisen, oder jemand liest aus einem alten Tagebuch vor, welches von Sadjas Geschichte handelt.
Daedalic folgt in diesem Point & Click Game den Auflagen der Vorgänger. Will heißen, dass sich an der Steuerung nichts geändert hat und auch den typischen Daedalic Charme muss man in diesem Spiel nicht missen. So darf man sich auf einige scharfzüngige Dialoge sowie detailverliebte Hintergrundbilder freuen. Auch die Musik untermalt das Spiel gewohnt harmonisch und passend, einzig die Animationen der Figuren wirken teilweise etwas steif. Bei manchen Figuren wurde auf die Mundsynchronisation ganz verzichtet, sobald sie einmal eher weiter hinten im Bild vorkamen.
Übrigens Synchronisation: Ganz besonders positiv sind mir die deutschen Synchro Stimmen der Figuren aufgefallen. Vor allem Gerons, Nuris und die des Stabes haben mich mit ihrem Klang wirklich gefesselt.
Bei diesem Spiel haben die Entwickler auch auf ein brauchbares Hilfe-Menü geachtet. Bei wirklich kniffligen Situationen wurden wir durch einen kurzen Satz wieder auf die richtige Fährte gebracht. Manchmal gab es sogar die Möglichkeit, einen noch detallierteren Hinweis zu erlangen, indem man einfach auf einen Pfeil geklickt hat.
Zum Schmunzeln haben mich auch die eingebauten Hints auf ältere Daedalic Spiele gebracht. Beispielsweise gibt es einen ganzen ‘Easter-Egg’ Raum, der jedoch gar nicht leicht zu finden ist.
Spieler von ‘The Night of the Rabbit’ werden zu einem Grinsen verführt, wenn Geron eine magische Linse, gennant Odem Arcanum, bekommt. Dieses wird auch als Hasenauge bezeichnet und wurde von von einem gewissen Magister Hoto erfunden.

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Overflow an Neuem

Als ich angefangen habe Memoria zu spielen, ohne den Vorgänger zu kennen und ohne mich in der ‘Das Schwarze Auge’ Welt auszukennen, war ich von den vielen Namen, geschichtlichen Ereignissen und so weiter und so fort etwas überfordert. Gerade zu Beginn, als Fahi zu erzählen beginnt und wir dann gleich in Sadjas Geschichte rutschen, wird viel Historie aufgerollt. Das war etwas anstrengend und zuerst auch gar nicht so interessant, jedoch fesselt einen das Spiel schnell und auch die Hintergrundgeschichte mit all ihren Mythen wird zu einem wichtigen Teil. Diesen ‘Overflow’ an neuen Infos macht das Spiel also durch wirklich gut eingebaute Erzähl-Sequenzen schnell wieder wett.

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Das Ende?

Jaa, das Ende verrate ich euch natürlich nicht. Was aus Nuri wird, was es mit der geheimnisvollen Maske auf sich hat und warum in Andergast plötzlich lauter versteinerte Menschen auftauchen, das müsst ihr schon selbst erleben.
Auch was es eigentlich mit Fahis Träumen über Sadja auf sich hat, was aus der schrägen Beziehung zwischen Stab und der Prinzessin wird und ob es Sadja schafft, in den Gedächtnissen der Menschheit zu bleiben, das alles könnt ihr in diesem wunderbaren Spiel erfahren.
Gewiss ist nur: ihr habt das Schicksal der Charaktäre in der Hand, beziehungsweise in der Maus, und für jeden wird sich das passende Ende finden. 😉

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