Dead Rising 3

Willkommen zu einem postapokalyptischen Zombiemassaker der nächsten Generation. Willkommen zu Dead Rising 3. Zumindest auf dem Papier ist dieser Launchtitel der Xbox One ein Spiel, das uns viel Spaß, Spannung und jede Menge Waffen verspricht, mit denen wir auf die untoten Zombies losgehen dürfen. Wie die Realitiät aussieht zeigt dieser Test.

Langweilige Story – packendes Spiel

Die Geschichte, die Dead Rising 3 erzählt, handelt von einem Mechaniker namens Nick, der in der Stadt Los Perdidos seinem Handwerk nach geht. Er denkt sich im Grunde nichts böses, findet sich aber plötzlich in einer Zombie Apokalypse wieder. Zum Glück macht sich sein gelerntes Handwerk aber bald bezahlt, dazu jedoch später mehr. Sehr oft nimmt die Story Bezug auf die beiden Vorgänger der Serie. Einem Neuling mag das gar nicht auffallen, er wird dadurch aber auch viele Aspekte der erzählten Geschichte nicht nachvollziehen können. Das ist aber auch nicht wichtig, denn unspektakulärer und unwichtiger könnte eine Handlung in einem Videospiel nicht sein. Es verwundert viel mehr, dass die Entwickler versuchen, in der ganzen Bizarrerie die das Spiel zu bieten hat, eine ernsthafte Geschichte zu erzählen. Die Tatsache, dass man Kamikaze-Roboterkatzen, oder ein Lichtschwert bauen kann, erklärt eigentlich schon alles und macht ganz schnell klar, was wir vom Spiel erwarten können. Ein oberflächliches, aber doch sehr lustiges Zombiegemetzel.

DDenn obwohl die Story von Beginn an vorhersehbar ist, sich vom Spieler distanziert hält, auf Charaktere nicht näher eingeht, so dass der Spieler zu diesen nie eine Bindung aufbauen kann und die Dialoge teilweise ordentlich langweilen, schafft es das Spiel uns viele Stunden vor dem Bildschirm zu fesseln. Möglich wird dies durch tolle Sidequests, einen Haufen an Collectibles, die verschiedensten NPCs und natürlich die über hundert Waffen, die sich im Spiel herstellen lassen.

Mehr Zeit für über 100 herstellbare Waffen und Fahrzeuge

Nick nutzt das Wissen aus seinem mechaniker-normalo Leben, um sich aus einer Dampfwalze, einem Motorrad und ein paar Flammenwerfern das wohl abgefahrenste Anti-Zombie Fahrzeug zu basteln, das es jemals gab. Doch nicht nur Fahrzeuge lassen sich mehr oder weniger nach belieben kombinieren, man kann aus allem was man in der Spielwelt so findet eine Waffe herstellen. Außerdem lassen sich verschiedene Gegenstände miteinander kombinieren, damit man mit der richtigen Kombination ein Lichtschwert in der Hand hält um den Zombies seine Yedi Qualitäten unter Beweis zu stellen. Die Zombies lassen sich darüber hinaus auf unterschiedlichste Weisen zerstückeln, was die Motivation für viele Stunden aufrecht erhält.

Dead_Rising_3In Dead Rising 3 hat man anders als beim Vorgänger nun 7 Tage Zeit um die Hauptstory durchzuspielen. Dies schafft viel Zeit für Freiraum. Hatte man bei Dead Rising 2 noch nur 3 Tage Zeit und musste sich teilweise wirklich beeilen, kann man sich jetzt alle Zeit der Welt nehmen. Selbst mit allen Sidequests und wirklich langsamer Spielweise kommt man selten über 5 ingame Spieltage. Außerdem kann der Spieler nun selbst entscheiden, wann er die Hauptgeschichte fortsetzen will und wann er sich lieber spaßigeren Nebenaufgaben widmet.

 Abgefahrene Zwischengegner und üppige Erfahrungspunkte

Als Zwischenbosse gibt es nach wie vor die so genannten Psychos. Auf die trifft man regelmäßig im Spiel, mehr als eine etwas größere Herausforderung stellen diese Gegner aber nicht dar. Auch sie bleiben ohne Hintergrundinformationen etwas zu oberflächlich. Auf der anderen Seite findet man in der Spielwelt andere Überlebende, die im Vergleich zu den Vorgängern im Kampf eine echte Hilfe darstellen. Diese Überlebenden geben uns Aufträge abseits der normalen Handlung und sorgen somit für etwas Abwechslung. Nachdem sich diese Aufgaben auch nicht mehr auf reines Eskortieren von Personen beschränken, macht es auch gleich noch viel mehr Spaß sich um die extra Erfahrungspunkte zu prügeln.

Vorschau-Dead-Rising-3

Das Spiel belohnt nämlich sämtliche Aktionen, wie das Töten von Zombies oder das Erfüllen von Herausforderungen oder Missionen mit Erfahrungspunkten. Hat man genug von denen gesammelt, steigt man ein Level weiter nach oben und kann bestimmte Attribute von Nick verbessern.

Die Welt in der sich Dead Rising 3 abspielt besteht aus 4 großen Teilen, die alle mit langen Autobahnstraßen verbunden sind. Um von einem Ort zum anderen zu kommen ist ein Auto zwingend erforderlich, andernfalls muss man sich auf einen langen und harten Marsch einstellen. Doch leider ärgert uns das Spiel immer wieder mit künstlichen Barrieren, die uns an der Weiterfahrt hindern. Mit der Zeit wird das ganz schön mühsam, vor allem wenn wir wegen einer simplen Sidequest, den Stadtteil wechseln müssen und uns das knappe 20 Minuten kostet.

 Zu hohe Erwartungen für echtes NextGen Feeling

Technisch ist Dead Rising 3 kein Meisterwerk. Der Titel wäre zwar auf der Xbox 360 in der Form nicht umsetzbar, dafür gibt es schlicht viel zu viele Zombies, so richtig überzeugen konnte uns das Spiel dennoch nicht. Zumal es regelmäßig spürbare Framedrops gibt, Texturen oft erst spät geladen werden und die Animationen hie und da steif wirken. Das liegt wohl aber auch daran, dass Dead Rising 3 noch auf der Engine der beiden Vorgänger basiert. Zu Gute halten muss man dem Spiel, dass die gesamte Welt ohne Ladepausen begehbar ist und das System relativ gut mit der enormen Masse an Zombies umgehen kann.

Fazit:

Wer sich von Dead Rising 3 ein tiefgründiges survival action Spiel erwartet wird wohl enttäuscht werden. Wer allerdings einfach nur Spaß am Abschlachten von Zombies haben will, nicht darüber nachdenken möchte was um ihn herum eigentlich grade passiert, einfach etwas Alltagsfrust loswerden möchte, der ist hier goldrichtig. Außerdem überzeugt das Spiel durch eine unglaubliche Vielfalt an Waffen und Fahrzeugen, die sich wiederum zu noch tödlicheren und lustigeren Waffen und Fahrzeugen kombinieren lassen.

 

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