Deadpool

Superheld werden, doch eigentlich gar keine Lust darauf haben, muss schon ein schweres Schicksal sein. Für Protagonist und Söldner Wade Wilson Grund genug in Schizophrenie zu verfallen und kurzer Hand zu beschließen die Entwickler High Moon Studios mit einer ferngesteuerten Bombe zu erpressen ein Computerspiel über sein Leben zu produzieren. Wir haben uns das Gemetzel mal näher angesehen.

 

Was macht Deadpool so einzigartig?

Deadpool ist ein Superheld wider Willen. Er ist Schizophren und verfügt über Heilkräfte, die ihn nahezu unsterblich machen. Das alles wird aber übertrumpft durch seinen tiefschwarzen Humor. Anspielungen an andere Helden des Marvel Universums oder auch Filme wie ‘Zurück in die Zukunft’ findet man zu Hauf. Immer wieder teilt Deadpool kräftige Hiebe nach allen Richtungen aus und macht dabei auch vor dem eigenen Entwickler Studio nicht halt. Die gespaltene Persönlichkeit sorgt außerdem für Entscheidungswahnsinn und bringt Pepp ins Spiel.

 

4_Deadpool_Artwork_gamescom_02

 

Witz lass nach

Zu Beginn macht Deadpool richtig Spaß, nach und nach verliert das Spiel aber an Abwechslung und der Witz lässt etwas nach. Highlights wie das Abwatschen von, Achtung, jetzt kommt’s,  Wolverine sorgen aber dafür, dass wir den Controller nicht aus der Hand legen wollen, denn vielleicht wartet ja gerade in der nächsten Szene noch so ein Highlight. Leider mussten wir das dann aber trotzdem und zwar schon nach viel zu kurzer Zeit. Die Spielzeit für diesen Vollpreistitel beträgt nämlich nur schlappe 5 Stunden. Multiplayer-Modus gibt es auch keinen, man kann sich nach Spielende lediglich auf nicht endende Feindeswellen stürzen.

 

1_Deadpool_Concept-Art

Was Deadpool aber auch durch noch so viel Witz und Charme nicht gut machen kann ist die altbackene Technik. Grafik, inklusive Detailgrad sowie Gegner- und Leveldesign sind schlicht von Gestern. Zwar wird uns im Spiel auf sarkastische Art und Weise erklärt, mehr sei auf Grund von Budgetproblemen nicht drin gewesen, hätte man hier vielleicht doch in die ein oder andere Verbesserung investieren können. Dennoch begeistert uns der Einfallsreichstum der Entwickler, so drehen sie die Zeit zurück und lassen uns ein Level aus der 2D Perspektive zocken – das ist nicht nur ziemlich gut gelungen, sondern sorgt auch für ein wenig Abwechslung. Außerdem kann man immer wieder Waffen, Waffenupgrades und neue Combos kaufen, die frischen Wind in das Spielgeschehen bringen.

 

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Nolan North ftw!

Es gibt zwar keine deutsche Synchronisation, dafür ist der englische Sprecher derart überzeugend und hingebungsvoll, dass wir darüber mal hinweg sehen wollen. Gesprochen wird Deadpool von Nolan North, der auch schon bekannten Figuren wie Desmond Miles in Assassin’s Creed oder dem Pinguin in Arkham City seine Stimme geliehen hat.

 

3_Deadpool_Screenshot_gamescom_Fist-to-Face

 

Gegner ohne Ende

Gegner zum niedermetzeln gibt es in Deadpool definitiv mehr als genug. Die Steuerung ist dabei recht gut gelungen und geht leicht von der Hand. Ein weiterer Kritikpunkt ist  allerdings die, teilweise zum verzweifelnde, Kameraperspektive. Deadpool besitzt die Fähigkeit sich zu teleportieren, was, wenn man gegen größere Gegner kämpft, ein echter Vorteil sein kann, dumm nur, das die Kamera hier etwas dagegen hat. Immer wieder dreht sie sich nicht mit, oder lässt uns gegen Wände ins Schwarze schauen. Bis wir uns umgedreht haben und wieder wissen wo wir sind, haben wir schon fett aufs Maul bekommen.

 

 

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