Fireburst

Fireburst. Der Name des Spiels lässt schon erahnen was uns bevorsteht. Bei diesem Rennspiel geht es darum den Fireboost der Autos nicht nur dazu zu benutzen um schneller zu fahren, sondern gleichzeitig soll man damit auch seine Gegner zum Explodieren bringen. Klingt soweit recht spannend.

 

Es gibt 4 Kategorien von Fireburst Autos. Firewheels hinterlassen eine feurige Spur die Gegner aufheizt wenn sie durchfahren. Fireblast ist die Fähigkeit sein Fahrzeug mit einem Feuerring zu umgeben, der explodiert sobald man den Boostbutton loslässt. Fireball Autos hüllen sich in Flammen und jagen in diesem Zustand alles in die Luft was sich ihnen in den Weg stellt. Zuletzt gibt es noch Fahrzeuge die Feuer in alle Richtung schießen, genannt Firewall. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass der Boost wenn er zu lange gehalten wird die Tendenz hat das eigene Auto auch in die Luft fliegen zu lassen. Es ist also Vorsicht geboten. Zum Glück gibt es auf den Strecken Wasserfässer und Lacken die für Abkühlung sorgen.

 

Singleplayer 

Das Spiel bietet zwei verschiedene Rennmodi. Einmal das klassische Rennen, in dem man gegen 7 andere Fahrer antritt, und den  Zerstörungsmodus bei dem es nur darum geht die Gegner mit seinem Boost in die Luft zu jagen. Die Maps auf denen man fährt sind interessant und divers. Man findet sich einmal an einem sonnenverbrannten Salzsee, ein anderes Mal fährt man in den Bergen unter Wasserfällen, oder auf einem Flugzeugfriedhof. Sie sind eine der Stärken dieses Spiels!

 

fireburst-screenshot

 

Genauso abwechslungsreich sind die Herausforderungen. Diese sollen wohl so etwas wie der Story Modus des Spiels sein. Zu mehr als ein paar stereotypischen und äußerst nervigen Charakteren hat es aber offensichtlich nicht gereicht. Ein kleines japanisches Schulmädchen, deren Englisch so klingt als würden sich Amerikaner über Deutsche lustig machen und ein Nerd der sich nur beschwert, dass er immer als letzter ausgewählt wird sind nur die Spitze des Eisbergs. Das einzige was da hilft ist Ton abdrehen. Das soll aber nicht davon ablenken, dass die Aufgaben zu jedem Charakter abwechslungsreich und herausfordernd sind. Jeder der acht Charaktere hat fünf Aufgaben die es zu bewältigen gilt. Als Belohnung wird dann jeweils ein neuer Fahrer freigeschalten.

Meiner Meinung nach nicht so gut gelungen ist der Zerstörungsmodus. Das Ziel hier ist es als erster 10 Kills zu erreichen. Man weiß jedoch zu keinem Zeitpunkt wie viele Kills die Gegner schon in der Tasche haben, wodurch man immer das Gefühl hat ein bisschen ziellos in der Gegend herumzufahren und wahllos Leute zu töten. Auch hilft es nicht, dass man hier nur fünf Maps zur Auswahl hat, was das ganze schnell etwas monoton werden lässt.

Interessanter sind die benutzerdefinierten Rennen. Sowohl Fahrer als auch Autos haben eigene Stats, und da alles mit jedem kombinierbar ist, findet man leicht ein den eigenen Präferenzen entsprechendes Fahrzeug.

 

Multiplayer

Theoretisch hat man die Möglichkeit dieses Spiel online zu spielen, jedoch ist es zur Zeit scheinbar unmöglich genug Leute zu finden um ein Rennen zustande zu bringen. Ich hoffe das ändert sich noch, denn ich denke ein bisschen Online Competition würde dem Spiel sehr guttun. Auch der Splitscreen Modus hat einen unübersehbaren Nachteil: man fährt zu zweit, ohne NPCs. Das macht die Erfahrung ziemlich einsam und nimmt jegliches Adrenalin aus dem Rennen. Für ein Spiel, das mit Aufregung wirbt scheint mir dies eine besonders fragwürdige Entscheidung.

 

fireburst_2

 

Kamera und Grafik

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Kameraführung. Man kann zwischen 3rd und 1st person view wechseln. Beide haben ihre eigenen Probleme. Wenn man in der dritten Person fährt, hat man vor allem auf engen Strecken mit vielen Tunnels ein echtes Problem. Tunnelwände versperren einem die Sicht und man muss ununterbrochen die Kamera zentrieren um geradeaus fahren zu können. Auf der anderen Seite hat man ein unvergleichbar größeres Sichtfeld als im first person view. Die Kontrolle über das Fahrzeug ist allerdings eindeutig besser, wenn man sich nicht die ganze Zeit um die Kameraführung sorgen muss. Boostet man jedoch und fährt gleichzeitig durch eine Wasserlacke (ein gute Taktik wenn man nicht in die Luft fliegen will), sieht man absolut nichts mehr. Die Feuer- und Wassereffekte werden großzügigst über den ganzen Bildschirm verteilt, sodass man nur noch raten kann wann die nächste Kurve kommt.

Das Spiel kostet zur Zeit € 9,99 auf Steam / 800 Microsoftpoint bei Xbox Live Arcade. Wie sehr kann man bei diesem Preis die Grafik eines Spiels kritisieren? Wenn die Texturen so sind wie hier, finde ich sollte man es zumindest erwähnen. Einer der Charaktere sieht aus als hätte er eine äußerst exotische Hautkrankheit, und auch sonst sieht das Spiel nicht aus als wäre es aus dem Jahre 2013.

 

[ratingbox]

Eine Antwort hinterlassen

Kommentar verfassen
Namen bitte hier eingeben