Stellaris – 4X-Weltraumstrategie vorgestellt

Paradox Interactive hat wohl eines der interessantesten Spiele auf der diesjährigen Gamescom hergezeigt. Ein 4X-Weltraumstrategiespiel im Stile von Master of Orion.

 

Dabei steht dahinter sehr viel Detailarbeit. Zu Beginn ist die Hauptaufgabe sehr einfach: Aufbauen und Expandieren. Mit Forschungsschiffen können Planeten, Asteroiden und ähnliches erkundet werden. Dabei kommt das eine, oder andere Event zu Stande, worauf der Forscher reagieren kann. Hier kommt auch schon eines der vielen, vielen, vielen Specials zum Vorschein: Je nach Ausrichtung und Erlebnissen des Forschers, kann dieser anders darauf reagieren. So kann ein gläubiger Wissenschaftler beim Finden eines alten Tempels anders darauf reagieren, als einer, welcher militärische Erlebnisse aufweist.

Und das ist genau das, was Stellaris so interessant macht. Kleinigkeiten beeinflussen Entscheidungen und haben teilweise schwerwiegende Auswirkungen. Langsam baut man seine Flotte aus und vergrößert sein Territorium. Forschungen verbessern unsere Flotte, deren Größe von unseren Einkommen abhängt und somit begrenzt ist. Hier ist Qualität wichtiger als Quantität.

Es ist alles recht schwer zu erklären, das Spiel gestaltet sich als Komplex und sehr durchdacht. Es sind vor allem diese kleinen Events, die es interessant machen. Ein weiteres Beispiel: Der Spieler findet einen Planeten, auf der sich bereits eine dominante Spezies befindet, welche aber noch nicht mit der Raumfahrt in Kontakt getreten ist. Der Spieler kann nun entscheiden, wie er reagieren soll: Eine Forschungsstation im Orbit bauen? Einige Individuen entführen und sezieren? Den Planeten mit Waffengewalt übernehmen? Die Lebensformen unterwerfen und zu treuen Soldaten machen? Ich persönlich würde ihnen wahrscheinlich helfen, sich schnell weiter zu entwickeln und sie zu einem treuen Partner machen.

Ein wenig erinnert mich alles an StarTrek. Es geht viel um Forschung, Waffengewalt spielt auch eine Rolle, allerdings ist sie mehr Mittel zum Zweck. Kleinigkeiten fügen aber Parallelen zu der Serie ein: Wenn man beispielsweise Wurmlöcher als Transportwege nutzen möchte, muss man davor erst eine Station bauen, die das Wurmloch offen hält und vor Angreifern schützt. Na, dämmert es? Richtig! Deepspace 9, das war auch mein erste Gedanke.

Events sind sehr wichtig und sind ebenfalls sehr erfrischend und fordernd. Sollte der religiöse Wissenschaftler von vorher zum Beispiel, den Tempel auf einem Asteroiden sprengen wollen, weil er ketzerisch ist, so kann besagter Asteroid bei falscher Sprengung seine Umlaufbahn verlassen und den nächst besten Planeten treffen und zerstören. Oder ein Wurmloch reißt einen Spalt in die Raumzeit und Invasoren einer anderen Dimension bedrohen die Galaxie. Da müssen dann alle Spezies zusammenarbeiten, um die Angreifer zurück zu drängen, andernfalls ist alles verloren.

Man sieht also eine gewisse Dynamik dahinter, welche sehr viel Spaß machen kann. Wir freuen uns auf jeden Fall das Spiel 2016 in Aktion zu erleben.
 

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