Tom Clancy’s Splinter Cell: Blacklist

Drei Jahre sind vergangen seit Splinter Cell: Conviction auf den Mark gekommen ist. Das Spiel wurde von Fans der Serie mit gemischten Gefühlen aufgenommen, da der Fokus nicht mehr so sehr auf das traditionelle Stealth-Gameplay gelegt wurde, sondern eher actionreiche Sequenzen in den Vordergrund gestellt wurden. Splinter Cell: Blacklist kehrt nun zu den Wurzeln der Serie zurück. Ob dies gelungen ist, erfahrt ihr hier.

 

Story

Das Spiel beginnt explosiv. Eine Terroristengruppe, die sich “The Engineers” nennt, greift einen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in Guam an und lädt anschließend den Videomitschnitt der Gräueltaten gemeinsam mit einem Ultimatum ins Internet hoch. Die Gruppe verlangt den sofortigen Rückzug aller im Ausland stationierten amerikanischen Streitkräfte. Die Blacklist, so nennen sie die Serie von Angriffen auf Ziele innerhalb und außerhalb der Vereinigten Staaten, soll dieser Forderung Nachdruck verleihen. Da das aber für die USA überhaupt nicht in Frage kommt, wird Sam Fisher das Kommando über die neugegründete Einheit “Fourth Echelon” gegeben. Diese hat den Auftrag die Engineers und ihre Blacklist aufzuhalten. Zur Seite gestellt werden ihm Anna Grímsdóttir, schon aus den früheren Spielen der Serie bekannt, Isaac Briggs, ein ehemaliger CIA Mitarbeiter und Charlie Cole, der obligatorische Hacker.

 

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Die Paladin

Die Paladin ist ein riesiges Frachtflugzeug, das zur mobilen Kommandozentral für Fourth Echelon umfunktioniert wurde. Sie dient sowohl Sam Fisher als dem Spieler selbst als Hauptmenü. Von hier aus kann man Missionen starten oder zwischendurch mit seiner Crew reden. Mich hat sie stark an die Nomandy in Mass Effect erinnert. Jedoch mit einigen Unterschieden. Über das SMI, das Strategic Mission Interface, lassen sich nicht nur die verschiedenen Kampagnen Missionen wählen, sondern es sind auch alle Multiplayer Optionen verfügbar. Das macht zum Beispiel das Wechseln zwischen Kampagne und Co-op-Missionen extrem flüssig und einfach. Auf der anderen Seite sind die Gespräche mit den Crew-Mitgliedern eher flach. Es gibt keinerlei Beziehungssystem, und im Endeffekt spricht man nur mit ihnen um Upgrades oder Nebenmissionen zu erhalten.

 

Gameplay

Es gibt drei verschiedene offizielle Spielstile mit denen man durch Blacklist kämpfen, oder eben auch nicht kämpfen kann. Assault ist für Spieler die gerne mit vollem Waffenarsenal losziehen und alles niedermähen was sich bewegt. Ghost ist die Stealth Klasse, bei der es darum geht ungesehen zu bleiben und die Gegner auf nicht tödlich Weise aus dem Weg zu schaffen. Panther ist eine Mischung, für diejenigen die ihre Gegner schleichend um die Ecke bringen wollen. Nach jeder Mission wird der Stil des Spielers bewertet und es werden Punkte je nach Klasse vergeben. Die meisten Punkte bekommt man wenn man als Ghost durch die Level schleicht. Diese Punkte werden dann direkt in Geld umgewandelt für das man sich dann Upgrades kaufen kann. Je nach bevorzugter Spielweise kann man so Sam Fisher mit den Gadgets ausstatten die einem am meisten Helfen werden. Man kann sein Geld jedoch auch dafür ausgeben die Paladin upzugraden. So kann man zum Beispiel einen Radar freischalten, der einem während den Missionen Gegner anzeigt, die sich in der Nähe befinden. All diese Hilfsmittel sind durchaus nötig, und wenn man sich einmal für ein Klasse entschieden hat, tut man gut daran auch seine Upgrades nach ihr auszulegen. Denn die tafferen Gegner machen mit einem Ghost Spieler, wenn sie ihn finden, kurzen Prozess. Das Schöne ist aber, dass die Levels in einer Weise gestaltet sind, die es dem Spieler erlaubt sie auf unzählige Arten zu durchqueren. Zusammen mit dem Highscore System, und den “Shadownet”-Challenges trägt dies erstaunlich zum Wiederspielwert bei. Die KI des Spiels ist auch richtig gut. Die Wachen patroullieren zu Beginn nach festgelegten Mustern, doch sobald ihre Aufmerksamkeit geweckt wurde, beginnen sie aktiv nach dem Eindringling zu suchen und organisieren Suchtrupps.

 

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Ein Feature, das aus dem Vorgänger Conviction erhalten geblieben ist, ist Mark & Execute. Bis zu drei Gegner lassen sich anvisieren und dann mittels Knopfdruck einfach automatisch ausschalten. Natürlich ist dies nicht beliebig einsetzbar. Man muss sich mittels Stealth-Takedowns Mark & Execute verdienen, und auch dann kann man nicht von einem Ende der Map einen Gegner am anderen Ende anvisieren. Trotzdem fühlt es sich ein bissen nach Babysitting an, wenn man ohne viel zu tun drei Gegner einfach mal ausschalten kann. Außerdem gibt es einige Stellen, an denen die Entwickler offensichtlich vom Spieler wollen, dass er dieses Tool einsetzt. In einem Spiel, dass sonst so sehr darauf setzt den Spieler selbst entscheiden zu lassen auf welche Weise er durch die Missionen kommen will, ist das meiner Meinung nach etwas irritierend.

 

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Multiplayer & Co-op

Die Co-op Missionen können online oder über Split-Screen gespielt werden und, wie schon oben erwähnt, über das SMI direkt im Spiel ausgewählt werden. Der zweite Spieler schlüpft in die Rolle des Fourth Echelon Mitglieds Isaac Briggs. Die Co-op Missionen können aber auch alleine gespielt werden, wenn man gerade keinen Partner findet der einem zur Seite steht. In Splinter Cell: Blacklist ist nun auch wieder der asymmetrische Multiplayer Modus Spies vs. Mercs zurückgekehrt. Das eine Team besteht aus den Fisheresken Spionen, deren Ziel es ist Daten zu hacken und die wie auch die Kampagne im Third-Person-View gespielt werden. Die Söldner, gut gepanzerte und schwer bewaffnete Kämpfer, müssen die Daten beschützen und werden im First-Person-View gesteuert. Man kann 2v2 oder 4v4 spielen. Außerdem gibt es Team-Deathmatches in denen es möglich ist, Spies und Mercs gemischt in den Teams zu spielen. Der Multiplayer macht richtig Spaß, vor allem weil er ganz anders ist als alles was es sonst am Markt gibt.

 

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Grafik

Von einem so großen Spiel aus einem so prominenten Haus wie Ubisoft habe ich mir eindeutig mehr erwartet! Die Levels sind am schönsten wenn sie dunkel sind, und die Gesichter aller Charaktere die nicht Sam Fisher heißen sind einfach unansehnlich. Wenn man sich mit der Crew von Fourth Echelon unterhält hat man eher das Gefühl mit ein paar animierten Plastikpuppen zu sprechen. Das ist sehr schade weil die Technik doch schon etwas weiter ist und es auch nicht die richtige Stelle ist um eventuell Geld bei der Entwicklung zu sparen.

 

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