TxK

Epileptiker aufgepasst, wenn ihr euch mal so richtig ausleben wollt, hab ich hier eine Spielempfehlung für euch! Spaß beiseite, aber TxK ist dennoch nichts für schwache Augen. Das Design als farbenfroh zu bezeichnen wäre wohl die Untertreibung des Jahrhunderts. Überall blitzt und funkelt es, Dinge explodieren und wenn man nicht aufpasst, hat man im Handumdrehen einen Haufen Gegner um sich, die da eigentlich nichts verloren haben.

TxK ist der Nachfolger des 1981 erschienenen Shoot’em’up Klassikers Tempest 2000. Das Grundgerüst des Spiels wurde exakt übernommen. Ihr steuert ein kleines Raumschiff und müsst euch nähernde Feinde ausschalten, bevor euch diese erreichen. Bewegen könnt ihr euch nur nach links oder rechts, in unterschiedlichen und dennoch immer sehr ähnlichen vektorisierten Gittergerüsten. Das Prinzip wirkt simpel, ist es wahrscheinlich auch, dennoch wird das Spiel vor allem in höheren Levels richtig schwer. Die Gegner werden immer widerstandsfähiger und vor allem zahlreicher.

Power Up – Level Up – alles up

txb24_1392129389Gott sei Dank versuchen Power-Ups uns das Leben etwas angenehmer zu gestalten. Mit einer der Boni die sich in den Levels finden lassen können wir uns beispielsweise eine KI Drohne zur Seite stellen. Diese lässt sich zwar leider nicht weiter befehligen, macht ihre Arbeit aber dennoch sehr verlässlich und räumt einen Haufen Gegner auf die Seite. Diese kleinen Spezialfähigkeiten werden von eliminierten Feinden zurückgelassen und bewegen sich in recht hohem Tempo auf uns zu. Wenn wir also nicht aufpassen, verpassen wir die kleinen Kugeln und sind weiter auf uns allein gestellt, dabei sind manche dieser Fähigkeiten überlebenswichtig. Vor allem die “Sprungfunktion” kann und wird früher oder später euer Leben retten. Haben die feindlichen Schiffe euer Laserfeuer überlebt, grundeln sie auf derselben Bahn herum, auf der ihr euch eigentlich seitwärts fortbewegen solltet. Mit einem Klick auf die R Taste kann man sich kurzzeitig von dem Gitternetz abstoßen und die Feinde von der Ferne attackieren. Während ihr in der Luft seid gibt’s zwar keine Punkte, dafür habt ihr dann aber wieder mehr Luft zum Atmen.

Farben, Farben, so viele Farben

txb28_1392129390Optisch ist TxK sehr schlicht gehalten. Ein paar Linien, viele bunte Farben, das war’s. Wären da nicht noch die schönen Explosionseffekte. Diese bringen Leben und Abwechslung in die triste Spielwelt und sorgen für noch mehr schillernde Farben vor dem schwarzen Hintergrund des leeren Universums. Das Sounddesign ist ebenso wie der Rest des Spiels an längst vergangene Zeiten angelehnt. Die Breakbeats sind mal schnell und fetzig, im nächsten Moment langsam und entspannend. Insgesamt sorgt die musikalische Untermalung für eine tolle Stimmung.

Weltweite Highscores bei 3 Spielmodi

0736be0045125710324731441501004d-20131205-0045_1392129387TxK bietet neben weltweiten Ranglisten 3 unterschiedliche Spielmodi. Pure und Survival starten ab Level 1. Mit einer gewissen Anzahl an extra Leben versucht ihr möglichst weit zu kommen. Classic speichert euren Fortschritt automatisch sobald ihr einen neuen Highscore erspielt habt. Insgesamt bietet das Spiel 100 Level, wobei es bereits ab Level 20, ach was, ab Level 10 ordentlich zur Sache geht. Das kann euch entweder motivieren weiterzuspielen, Power-Ups zu sammeln und es den Gegnern so richtig zu zeigen, oder für so viel Frust sorgen, dass ihr das Spiel wieder aus der Hand gebt, was vielleicht auch daran liegt, dass euch bei so vielen Farben schon nach kurzer Zeit die Augen weh tun.

Fazit:

So richtig begeistern konnte mich das Spiel nicht. Vielleicht auch weil ich das Original Tempest 2000 nie gespielt habe. Früher oder später demotivieren die anspruchsvollen Levels aufgrund der nicht enden wollenden Anzahl an Gegnern und die Monotonie sorgt für relativ schnell aufkommende Langeweile. Die markant grellen und blinkenden Farbeffekte mögen zwar an das alte Design des Klassikers angelehnt sein, können aber realistisch betrachtet weder für den Bildschirm meiner Vita, noch für meine Augen wirklich gesund sein. Zu Gute halten muss man dem Spiel das tolle Sound Design und die abwechslungsreichen Power-Ups. Wer sich in eine alte Zeit zurückversetzt fühlen möchte und einen stumpfsinnigen aber anspruchsvollen Zeitvertreib sucht, wird mit TxK wohl eine Freude haben.

 

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