Die perfekten Mauseinstellungen

mausEs ist schon ärgerlich wenn man mehrere Spiele gleichzeitig spielt und man sich bei jedem an eine andere Mausempfindlichkeit gewöhnen muss. Wir wollen euch zeigen, wir ihr mit relativ wenig Aufwand bequem eure perfekten Mauseinstellungen einstellen könnt – und zwar so, wie ihr es gewohnt seid!

 Erfahrung macht den Meister

Vor weg sei gleich mal gesagt, die eine perfekte Sensibilität gibt es nicht. Das ist etwas sehr persönliches, kann aber, wenn man die richtigen Einstellungen gefunden hat, euer Spiel um einiges verbessern. Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Art und Weise wie ihr die Maus in der Hand haltet. Hier gibt es prinzipiell zwei unterschiedliche Ansätze: Den Palm-Grip und den Claw-Grip. Bei letzterem wird die Maus lediglich mit den Fingerspitzen bedient. Beim Palm-Grip liegt sie in der ganzen Innenfläche der Hand. Doch zurück zum eigentlichen Thema und der Frage wie komm ich denn jetzt zu meinen persönlichen Lieblingseinstellungen?

Und Übung auch

Ganz einfach: ausprobieren! Es gibt sicher ein Spiel, das ihr zur Zeit ganz gerne spielt. Probiert dort die unterschiedlichsten Einstellungen aus. Gebt nicht gleich auf, wenn es nicht sofort besser wird! Es dauert ein wenig bis ihr euch an neue Einstellungen gewöhnt habt und bis der Kopf weiß, wie viele Zentimeter ihr die Maus am Tisch bewegen müsst und wie weit ihr euch dann ingame dreht. Es kann also schon mal etwas dauern, bin ihr euch an eine neue Einstellung gewöhnt habt und ihr euch auch wohlfült. Nicht gleich aufzugeben ist besonders dann wichtig, wenn ihr mal mehrere schlechte Runden hintereinander habt. Versucht euch ein Zeitfenster festzulegen, beispielsweise 2 Stunden Spielzeit, innerhalb derer ihr die Settings nicht verändern dürft. 

Windows und andere Ärgernisse 

Bevor ihr das macht, stellt zuerst sicher, dass eure mouse-acceleration (Zeigerbeschleunigung) ausgeschalten ist! Dazu geht ihr mit einem Rechtsklick auf den Desktop auf Anpassen => Mauszeiger ändern => Zeigeroptionen und macht den Haken bei “Zeigerbeschleunigung verbessern” einfach weg. Warum ist das so wichtig? Wenn ihr diese Funktion aktiviert habt, bewegt sich der Mauscursor umso weiter, je schneller ihr die Maus bewegt. Angenommen ihr bewegt die Maus 5cm von links nach rechts, dann wollt ihr, dass sich der Cursor jedes mal an der selben Stelle wiederfindet, und nicht abhängig der Geschwindigkeit mit der ihr die Maus bewegt, einmal weiter und einmal weniger weiter ist. Das grundsätzliche Ziel ist es ja, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie weit ihr euren Nager bewegen müsst um möglichst schnell am gewünschten Ziel zu sein.

Ein Fix schafft Abhilfe

Bei neueren Spielen reicht das Deaktivieren der Funktion unter Windows meist aus, auch haben diese ingame eine Funktion, wo man dies deaktivieren kann, das solltet ihr auch unbedingt immer tun! Bei älteren Spielen (Halflife 1, Counter Strike 1…) ist es aber so, dass diese ein Aktivieren dieser Funktion erzwingen. Das war damals auch kein Problem, da die Geschwindigkeit der Maus unter Windows 2000 immer verdoppelt wurde, man konnte sich also darauf einstellen. Spielt man aber auf modernen Betriebssystemen, wird die Beschleunigung willkürlich. Abhilfe schafft hier ein registry fix, den ich euch dringend empfehle zu installieren. Die Installation ist einfach und unkompliziert. Den Fix und eine Anleitung zur Installation findet ihr hier

So bekommt ihr Spieleübergreifend die gleiche Empfindlichkeit

MausGut, hätten wir das erledigt und auch eine passende Mausempfindlichkeit für uns gefunden. Nur wie schaffe ich es jetzt, dass die auch bei anderen Spielen genau die Gleiche ist?
Zuerst nehmt ihr euch ein Blatt Papier, und malt wie auf dem Bild zu sehen ist, einen schwarzen Strich darauf. Danach geht ihr ins euer Spiel, das ihr als Grundlage nehmen wollt für die anderen Spiele. Stellt euch in einen Türrahmen. Anschließend müsst ihr, ohne anzuvisieren, abmessen, wie viele Zentimeter ihr mit der Maus zurücklegt, um eine 180° Drehung zu machen. Setzt dazu die Maus an dem zuvor gezeichneten schwarzen Strich an und fahrt am unteren Rand des Blattes entlang. Wenn ihr die Drehung geschafft habt, dann bleibt mit der Maus stehen und zeichnet einen Punkt auf das Papier. Genau da, wo sie sich jetzt befindet. Danach braucht ihr nur mehr mit einem Lineal abzumessen!

Jetzt wird’s kompliziert

Anschließend müsst ihr noch kontrollieren, ob ihr auch eine genug hohe dpi-Auflösung im Maustreiber eingestellt habt. Die dpi (dots per inch) beschreiben die Abtastrate einer Maus, also wie viel Punkte die Maus auf einer Fläche erkennen kann. Je höher die dpi, desto genauer arbeitet auch die Maus, allerdings steigt damit auch die Geschwindigkeit. Wichtig ist es aber, dass die dpi zumindest so hoch sind, dass die Pixel alle korrekt dargestellt werden und es nicht zu Mikrosprüngen kommt.

Hier gibt es eine ganz einfach Formel, um herauszufinden, ob die dpi hoch genug ist. Ihr findet den Wert übrigens in eurem Maustreiber!

[(Vertikale Anzahl der Pixel der ingame-Auflösung) x 2.667] / (Anzahl der Inch, die man für eine 180 Grad Drehung braucht) = (Notwendige DPI)

Ein Zentimeter sind übrigens 0.39 inches!

Et voila!

Wenn die dpi hoch genug ist, habt ihr auch schon alles geschafft. Verändert ab jetzt nur noch ingame eure Mauseinstellungen!
Wenn ihr euch ein neues Spiel kauft, dann sucht euch einfach wieder einen Türrahmen und stellt die ingame-Empfindlichkeit wieder so ein, dass ihr auf die gleiche Anzahl an Zentimetern bei einer 180° Drehung kommt!

Bei vielen Maustreibern kann man mehrere Profile speichern und diese dann einfach über die Maus, auch im Spiel wechseln. Es kann hilfreich sein, 3-4 Profile gespeichert zu haben, da sich in vielen Shootern die Empfindlichkeit ändert, wenn ihr zum Beispiel in Fahrzeuge einsteigt. Bei Battlefield ist es genauso und wenn ich Schütze in einem Panzer bin, wäre die Empfindlichkeit für meine Verhältnisse viel zu hoch. Da ist es praktisch, für die Zeit im Panzer einfach die Empfindlichkeit per Profilwechsel zu senken!