Cooking Mama: Bon Appétit

Seit 2006 gibt es die Minispiel-Sammlung mit Mama rund ums Kochen schon. Der neuste Ableger, Bon Appétit, erscheint für den 3DS und macht tatsächlich kurze Zeit einen großen Appetit. Aber für wen lohnt sich dieser Titel auch langfristig? Im Review erfahrt ihr, was Mama euch auftischen will.

Seit dem ersten Teil hat sich bei Cooking Mama nicht viel geändert. Die Minispiel-Sammlung beschäftigt sich wie gehabt mir dem Thema „Kochen“. Dabei kann zwischen verschiedenen Rezepten ausgewählt werden. Hat man sich einmal für ein Rezept entschieden, muss der Spieler Schritt für Schritt Aktionen ausführen und so das Gericht zubereiten. Die Rezepte sind dabei sehr verschieden. Mal kocht man Grillgemüse-Curry oder Käsefondue. Dann gibt es natürlich die Basics wie Burger, Lasagne oder Pizza. Und obwohl dieser Titel „Bon Appétit“ heißt, gibt es extrem viele japanische Gerichte, die uns Europäern nicht unbedingt bekannt vorkommen mögen. Takoyaki, Katsudon und Nikujaga-Suppe sind nur einige der Rezepte. Insgesamt kommt man dadurch auf 60 verschiedene Speisen.

 

13_N3DS_CookingMama_screenshot_PR_6_60Recipes-ATEs ist nicht alles Fett was glänzt!

Hat man sich für ein Rezept entschieden, beginnen die Minispiele. Hier wird Schritt für Schritt die Mahlzeit zubereitet. Wir schlagen Eier auf, verquirlen sie, schneiden Schinken und Gemüse, waschen Reis, geben Zutaten zum richtigen Zeitpunkt in einen Topf. Es wird paniert, frittiert und filetiert. Jeder kleinste Schritt wird per Touchpen ausgeführt. Die meisten Aktionen müssen innerhalb des Zeitlimits geschafft werden, manchmal müssen sie aber auch Fehlerfrei ausgeführt werden. Selten kommt es mal vor, dass man mitdenken und zum richtigen Zeitpunkt ansetzen muss. Das sorgt für eine Vielzahl an verschiedenen Minispielen. Sehr Abwechslungsreich, wäre da nicht dieses kleine Problem, dass man manche Arbeitsschritte in so gut wie jedem Rezept vorfindet. Ich kann einfach keine Eier mehr aufschlagen, ohne im Hinterkopf „Wow! Besser als Mama!“ zu hören. Ein Satz, der nach jedem erfolgreichen Minispiel abgespielt wird. Selbst wenn man die viel zu einfachen und kurzen Spiele mal nicht erfolgreich beendet, wird man in Cooking Mama nicht mehr als drei Sätze zu hören bekommen. Es gibt auch nicht mehr als drei Musikstücke, die allesamt nach kurzer Zeit auf die Nerven gehen. Am besten macht man einfach den Ton aus.

11_N3DS_CookingMama_screenshot_PR_Pizza_EFIGSGenerell ist das Spiel technisch nicht besonders anspruchsvoll, was man auch an der relativ geringen Dateigröße von 1695 Blöcken merkt. Seit dem aller ersten Spiel hat sich nicht viel verändert. Mama wurde in 3D animiert, alles andere bleibt in Comic-Grafik. Prinzipiell passend, man hätte sich aber doch ein bisschen mehr Mühe mit den Zutaten, Speisen und anderen Dingen geben können, die allesamt versucht realistisch aussehen, aber sehr verpixelt sind. Zum direkten Vorgänger auf dem 3DS gibt es auch keine Verbesserungen. Manchmal fliegen provokante Zutaten über den oberen Bildschirm, wahrscheinlich um den 3D-Effekt auszunutzen. Leider wirkt das überhaupt nicht, da die fliegenden Zutaten bloß auf einer Ebene dargestellt werden und damit das realistische „über den Bildschirm fliegen“ überhaupt nicht funktioniert. Immerhin sind Mamas Gesichtsausdrücke extrem aussagekräftig. Bei Versagen sagt sie mit freundlichster Stimme „Mama macht das schon“. Ihr Blick aber ist belächelnd und überheblich. Mama ist beeindruckt!

 

9_N3DS_CookingMama_screenshot_PR_5_LettingFoodBurnMüsli, Müsli, Mjam Mjam Mjam

Am Ende einer Minispielkette wird man Bewertet. Gold, Silber und Bronze sind schaffbar. Wer komplett versagt hat, bekommt eine Bronze-Medaille. Gold gibt es nur, wenn man alles perfekt geschafft hat. Nach jedem abgeschlossenen Rezept schaltet man neue Minispiele oder Rezepte frei. Das muss man dem Spiel nämlich lassen: Abseits des normalen Kochens gibt es noch extrem viel Abwechslung. Kleine Extras, wie die Möglichkeit, die Farbe der Kochutensilien auszuwählen und die Küche einzurichten, sind ganz nett um ein bisschen Abwechslung in die Minispiele zu bringen. Für die echten Küchen-Chefs gibt’s Mamas Koch Dojo. Hier muss jedes Rezept so schnell und so gut wie möglich zubereitet werden. Die Bewertung ist härter und man kann einen Rang von 1 bis 10 erreichen. Immerhin können hier auch einzelne Spiele wiederholt werden, ohne dass man das komplette Rezept von vorne machen muss. Die meisten Spiele sind aber nach wie vor keine Herausforderung für den geübten Spieler. 6_N3DS_CookingMama_screenshot_PR_2_MatchingPicturesHat man genug gekocht, kann man auch noch Rekorde in 32 zusätzlichen Minispielen aus anderen Mama-Relevanten Themen spielen. Spiele mit dem Thema Schule, Garten, Handarbeit oder Verkauf bedienen das Klischee der Hausfrau zur genüge. Immerhin macht es Spaß in den Spielen Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Geistreichtum zu zeigen, denn so einfach holt man den angestrebten Rekord von 10.000 Punkten nicht. Und einen Mehrspieler-Modus hat das ganze auch noch verpasst bekommen. Bis zu vier Spieler können mit einer Cardridge gemeinsam spielen. Aus 15 Küchen-Spielen bekommen die schnellsten und besten Medaillen gutgeschrieben. Perfekt für Zwischendurch, aber auch nicht wirklich gut ausgereift und für längere Zeit motivierend.

14_N3DS_CookingMama_screenshot_PR_MamaDojo_ATSo simpel das Spielprinzip doch ist, in Cooking Mama lernt man doch noch etwas dazu. Die Rezepte sind allesamt sehr ausgefallen und ermutigen zum nachkochen und ausprobieren. Richtige Rezepte mit Mengenangaben sind es zwar nicht, aber man kann sehr gut sehen, welche Arbeitsschritte wie ausgeführt werden und in welcher Reihenfolge Zutaten hinzugefügt werden. Es werden auch viele Arbeitsschritte und Techniken gezeigt, die heutzutage nicht mehr so häufig von Hand gemacht werden. Wer dreht noch Fleisch durch den Fleischwolf, wenn er gehacktes auch kaufen kann? Es ist sehr spannend anzusehen, wie Joghurt oder Tofu selbst hergestellt wird. Manchmal benutzt Mama auch Küchenutensilien, die der normale Mensch nicht daheim stehen hat. Von Pommesschneider über Dampfgarer zum Räucherofen, da kann selbst die beste Großküche nicht mithalten. Von Cooking Mama kann man sich aber durchaus inspirieren lassen. Wer gerne kocht, sollte sich für den Preis von 30 Euro aber lieber ein vernünftiges Kochbuch kaufen. Als Minispiel-Sammlung für Zwischendurch ist Cooking Mama: Bon Appétit aber durchaus geeignet.

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Cooking Mama: Bon Appétit
n3ds_cookingmama_packshot_ps_ukvWertung der Redaktion:

56/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • Preis: 29,99 €
  • Reviewed von: Nina van Aken

 

Am 5. März 2015

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7/20Technik+ Netter Stil
+ Deutsche Sprachausgabe
- Nervige 3 Lieder
- Gescheiterter Versuch 3D gut einzubauen
- Pixelige Objekte
- Kein Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger
17/20Umfang+ 60 Rezepte
+ 32 Zusatz-Minispiele
+ Koch-Dojo
+ Multiplayer
- Spiele wiederholen sich
- Schlechte Preis/Leistung
15/20Gameplay+ Gut für Zwischendurch
+ Einfach zu erlernen
+ Extrem Abwechslungreich
- Zu einfach
17/40Spezifisch+ Inspiriert zum Nachkochen (+12)
+ Interessante Techniken werden vorgestellt (+5)
- Klischeehafte Hausfrau (-6)
- Furchbar nervige Sprachausgabe (-7)
- Absolut keine Herausforderung (-10)

Fazit:

[rating itemreviewed=”Cooking Mama: Bon Appétit” rating=”56″ reviewer=”Nina van Aken” dtreviewed=”05.03.2015″ best=”100″ worst=”0″]

Mit Cooking Mama: Bon Appétit hat man eine ziemlich umfangreiche Minispiel-Sammlung ins Haus geholt. Über 60 Rezepte, ein Koch-Dojo, 32 Extra-Minispiele und ein Multiplayer-Modus sorgen für Abwechslung. Leider wiederholen sich viele Spiele immer wieder und die Musik ist grauenhaft. Grafisch hat sich zum Vorgänger nichts getan und Zutaten sind extrem pixelig. Interessant ist die Vielzahl an verschiedenen Rezepten und die ausgefallenen Zubereitungsweisen. Das inspiriert zum nachkochen. Mama mag zwar begeistert sein, aber das wird wohl nicht jeder so sehen. Für Zwischendurch ein nettes Spielchen aber man kann sein Geld auch genauso gut in ein Kochbuch investieren.

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