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Wertung

Die beliebte Monster Hunter Serie von Capcom geht in die nächste Runde und nachdem es im August 2017 unter dem Namen “Double Cross” in Japan erschien, ist der neueste Ableger nun weltweit für die Nintendo Switch erhältlich. Wie sich die Switch-Version schlägt und ob es sich lohnt das Spiel zu holen, erfährt ihr in unserem Test. 

Das Erfolgsrezept der Serie

Fans der Serie lieben das stets gleichbleibende Spielprinzip von Monster Hunter. Zuerst rüsten wir uns mit Tränken, Farbbällen und sehr großen Waffen aus, um anschließend auf die Jagd nach großen Monstern zu gehen. Ist die Jagd erfolgreich gewesen, dann können wir aus den erhaltenen Materialien, wie zum Beispiel Knochen, Häuten, Flügel oder Zähnen, stärkere Rüstungen sowie Waffen herstellen. Ein Prinzip, welches leicht zu erlernen, doch schwer zu meistern ist und sehr schnell eine Suchtspirale aufbaut. Es Monster Hunter Generations Ultimatemacht einfach Spaß, Materialien für stärkeres Gear zu craften und dadurch gegen noch stärkere und größere Monster antreten zu können. Ein weiterer Grund, warum dieses simple System so gut bei den Fans ankommt, sind die Monster selbst. Diese sind keine stupiden Gegner, sondern intelligente Monster, welche eine wirkliche Herausforderung bieten und uns richtig ins Schwitzen bringen.

Es gibt eine Geschichte… Irgendwie. 

Die Geschichte in Monster Hunter ist seit jeher nur schmückendes Beiwerk und der Fokus liegt ganz klar auf dem Kampf gegen die vielen unterschiedlichen Monster. In MonsterMonster Hunter Generations Ultimate Hunter Generations Ultimate dreht sich die Story um vier Dörfer – Bherna, Pokke, Kokoto und Yukumo. Jedes der vier Dörfer muss sich mit einem ganz besonderen Monster herumschlagen und wir sollen den Bewohnern helfen. Alle vier Dörfer sind aus früheren Ablegern bereits bekannt und werden zeitig im Spiel freigeschaltet. Durch das Erledigen von Aufgaben, sammeln wir Punkte und schalten weitere Missionen und neue Jagdtechniken frei. Haben wir genügend Missionen erledigt sowie Ansehen erlangt, können wir uns um die jeweiligen Unruhestifter kümmern und das Gleichgewicht wiederherstellen. Keine Geschichte die einen Oscar abräumen würde, aber dennoch gezielt ihren Zweck erfüllt.

Die neue Art zu Jagen

Monster Hunter Generations UltimateSowohl in Monster Hunter Generations als auch in Generations Ultimate, können wir unsere Jagd individueller gestalten. Dafür sorgen die verschiedenen Jagdstile und Jagdtechniken. Jeder Stil verleiht uns diverse Ausweichaktionen, spezielle Angriffe und verschiedene Jagdtechniken. Monster Hunter Generations hatte lediglich vier Jagdstile. In Generations Ultimate wurden zwei weitere Stile hinzugefügt und somit stehen uns nun insgesamt sechs verschiedene zur Auswahl.

  • Mit dem neuen Alchemiestil können wir im Kampf schneller Support-Items herstellen und besser auf unerwartete Situationen reagieren.
  • Mit Wagemut werden wir mit neuen Moves für erfolgreiche Attacken belohnt.
  • der Gildenstil ähnelt dem klassischen Jagen aus den Vorgängern. Bei diesem Stil dürfen wir zwei Jagdtechniken mit auf die Jagd nehmen.
  • der Konterstil ist für Jäger geeignet, welche bestimmte Monster gut kennen. Weicht man dem Monster erfolgreich aus, wird das Ausweichen zu einem sogenannten perfekten Ausweichmanöver und im Anschluss können wir einen starken Konterangriff durchführen.
  • der Schlägerstil ist auf die Jagdtechniken ausgelegt und deshalb dürfen wir gleich ganze drei Stück davon mitnehmen.
  • zu guter Letzt gibt es noch den Luftkampfstil, mit welchem wir zwar nur eine Jagdtechnik mitnehmen können, allerdings haben wir einen entscheidenden Vorteil. Wir können jederzeit von unserem Kameraden oder sogar Monstern abspringen und so gezielt aus der Luft attackieren.

Die Jagdtechniken sind unterschiedliche Aktionen, die uns gewisse Vorteile im Kampf bringen. Das kann entweder eine portable Heilzone, eine starke Angriffstechnik oder auch ein effektives Ausweichmanöver sein. Zusammen mit den sechs verschiedenen Jagdstilen, gibt es viele Kombinationsmöglichkeiten, welche es auszuprobieren gilt.

Manchmal ist mehr einfach mehr!

Sowie in Monster Hunter Generations als auch in Generations Ultimate, können wir uns Monster Hunter Generations Ultimateselbst als Palico auf die Jagd nach Monstern machen. Haben wir die Katzen als Freunde gewonnen und diese als Pirscher registriert, dann können wir die knuddeligen Gefährten selbst steuern. Die Palicos bringen zudem viele Fähigkeiten mit sich (Mithilfe der Hörner können wir zum Beispiel Leben wiederherstellen), welche uns bei der Jagd helfen. Tränke dürfen wir leider keine verwenden, aber dafür darf ein Palico insgesamt dreimal KO gehen, bevor dieser endgültig einen Versuch verliert. Da wir drei Versuche bei eine Jagd haben, kommen die Katzen somit auf neun Leben. Der Pirscher-Modus ist recht erfrischend und definitiv ein Gewinn für die Serie.

Monster Hunter Generations Ultimate ist der bisher umfangreichste Ableger der Reihe. Neben den zwei zusätzlichen Jagdstilen, warten insgesamt 93 Monster, über 23 Maps und 14 Waffenarten auf uns. In Generations Ultimate werden sicherlich nicht nur wir, sondern auch die Fans eine Menge Zeit investieren.

Nintendo Switch- eine perfekte Plattform für Jäger? 

Monster Hunter Generations Ultimate ist ein klassischer Port, doch das bedeutet nicht, dass das Spiel keine gute Figur auf der Nintendo Switch macht. Selbstverständlich gibt es Spieler sowie Fans, welche die technische Umsetzung des Ports bekritteln. Ich möchte die Herkunft von Monster Hunter Generations Ultimate auch nicht schön reden, doch einige Punkte wurden gegenüber der 3DS-Version verbessert.

Monster Hunter Generations UltimatePositiv ist uns die Auflösung von 1080p im Dock-Modus aufgefallen. Die Fps-Rate bleibt die meiste Zeit stabil. Nur selten bricht diese ein. Im Handheld-Modus kann das Spiel lediglich eine Auflösung von 720p auf den Bildschirm zaubern. Dies ist nicht schlimm, da es durch den kleineren Bildschirm trotzdem gestochen scharf aussieht. Eine simple Kantenglättung, erneuerte Texturen, höhere Schattenauflösungen und kleinere zusätzlich ins Spiel integrierte Gegenstände, zählen ebenfalls zu den Neuerungen der Switch-Version.

Die Waffen sowie die Rüstungen sind grafisch komplett unverändert. Die Monster sowie die Charakter, um welche es eigentlich im Spiel geht, sehen nur leicht besser aus, was ich sehr schade finde. Die Entwickler hätten den Monstern, Waffen, Rüstungen sowie den Charakteren mehr Beachtung bei der Umsetzung schenken können. So wurde leider unnötiges Potenzial verschenkt. Eine weitere schöne Neuerung sind die implementierten Sonnenstrahlen, welche von Hindernissen auf den Maps unterbrochen werden. Dadurch wirkt die Welt ein Stück lebendiger als bei der 3DS-Version. Die Ladevorgänge beim Gebietswechsel während einer Jagd sind von kurzer Dauer und fallen kaum ins Gewicht.

 ►So testen Wir

 

Monster Hunter Generations Ultimate
Monster Hunter Generations Ultimate
Fazit
Monster Hunter Generations Ultimate für die Nintendo Switch ist ein "Best-of" der beliebten Jäger-Serie. So viel Umfang gab es bisher in keinem anderen Ableger. Es warten neben den zwei zusätzlichen Jagdstilen, insgesamt 93 Monster, über 23 Maps und 14 Waffenarten auf uns. Die Geschichte ist seit jeher nur schmückendes Beiwerk und auch hier wird Capcom keine Preise erhalten. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Kampf gegen die vielen unterschiedlichen Monster und craften neuer Rüstungen sowie Waffen. Die Suchtspirale funktioniert auch in diesem Teil perfekt. Sowohl in Monster Hunter Generations als auch in Generations Ultimate, können wir mit den Jagdstilen und Jagdtechniken den Kampf individueller gestalten. Der Pirscher-Modus ist ebenfalls mit von der Partie und erlaubt es uns, als Palico auf die Jagd nach Monstern zu gehen. Technisch ist Generations Ultimate ein klassischer Port, bietet aber einige Verbesserungen. Im Dock-Modus liegt die Auflösung bei 1080p und im Handheld-Modus bei "nur" 720p. Die geringere Auflösung ist nicht schlimm, da es durch den kleineren Bildschirm trotzdem gestochen scharf aussieht. Die Fps-Rate bleibt die meiste Zeit stabil und der tolle Soundtrack untermalt das Geschehen auf dem Bildschirm. Eine simple Kantenglättung, erneuerte Texturen, höhere Schattenauflösungen und kleinere zusätzlich ins Spiel integrierte Gegenstände, zählen ebenfalls zu den Neuerungen der Switch-Version. Die Waffen sowie die Rüstungen sind grafisch komplett unverändert. Die Monster sowie die Charakter, um welche es eigentlich im Spiel geht, sehen nur leicht besser aus. Die Entwickler hätten den Monstern, Waffen, Rüstungen sowie den Charakteren mehr Beachtung bei der Umsetzung schenken können. So wurde leider unnötiges Potenzial verschenkt. Nichtsdestotrotz ist Monster Hunter Generations Ultimate der umfangreichste Teil der Serie und auch für Nicht-Fans definitiv einen Blick wert.
Technik78
Umfang92
Gameplay84
Spezifisch100
Leserwertung0 Votes0
Besser
verbesserte Texturen, Schatten und Kantenglättung
93 Monster
Schwierigkeitsgrad sehr fordernd
 kostenlose zusätzliche Inhalte als DLC
Schlechter
Waffen & Rüstungen grafisch unverändert
Tutorial könnte umfangreicher sein um den Einstieg zu erleichtern
Inventar teils unübersichtlich
89
Wertung

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