85
Wertung

Toys-to-life ist tot. Lang lebe Toys-to-life! Mit Starlink: Battle for Atlas bringt Ubisoft ein neues Spiel, das euch nicht nur digital, sondern auch physisch begeistern soll. Mittels Stecksystem können echte Raumschiffe, Waffen und Piloten in das Spiel übertragen werden, die ihr dann steuern könnt. Das Spiel erinnert des Öfteren an das Weltraumgame No Man’s Sky. Ihr könnt Planeten erkunden, müsst Gegner in die Flucht schlagen und die Galaxie vor der drohenden Gefahr befreien. Ob das funktioniert und ob auch Erwachsene Spaß am Spiel haben können, finde ich im Starlink: Battle for Atlas Test heraus.

First things first

Starlink: Battle for Atlas gibt es in mehreren Versionen. Das Starterpaket beinhaltet neben dem eigentlichen Spiel das Zenith Raumschiff, Mason Rana (Pilot), drei Waffen: Schredder, Flammenwerfer und Frostsperrfeuer, eine PS4-Controller-Halterung und das Poster der modularen Toys-Sammlung. PS4-Halterung? Das Spielzeug findet darüber den Weg in die digitale Welt. Ihr klemmt die Halterung in die Mitte des Controllers und platziert das Raumschiff darauf. An das Raumschiff können Waffenaufsätze gesteckt werden und der Pilot nimmt im Cockpit Platz. Die Verarbeitung des Hartplastiks wirkt sehr hochwertig und robust. Das Design ist sehr ansprechend. Die Figuren machen in Spielpausen auch im Regal einen sehr feinen Eindruck. Neben dem Starterpack gibt es weitere Piloten, Waffen und Raumschiffe extra zu kaufen. Zum Abschließen des Spiels ist das kein Muss, wer möchte hat so aber mehr spielerische Freiheiten. Exklusiv für die Nintendo Switch-Version ist Starfox mit seinem Arwing. Jedes zusätzliche Schiff (inkl. einer Waffe) kostet €29,99. Ein Waffenpack mit zwei Geschützen kommt auf €11,99 Euro und neue Piloten kosten €7,99 Euro.

Starlink: Battle for Atlas im Test
Bild: Ubisoft

Auf Wunsch digital

Mehrere Schiffe im Repertoire zu haben, zahlt sich aus. So hat man bei der Zerstörung des Raumjägers ein weiteres Schiff zur Verfügung, um ein Zurücksetzen zum Checkpoint zu verhindern. Wer jedoch auf das haptische Spielzeug verzichten kann, hat die Möglichkeit, neue Spielinhalte auch rein digital zu erwerben. Das kostet deutlich weniger und ist ein nettes Feature, das Ubisoft den Spielern hier bietet.

Starlink: Battle for Atlas im Test
Bild: Ubisoft

Bunter Kampf um Atlas

So, jetzt wollen wir aber über das eigentliche Spiel reden. Grundsätzlich werden wir in den Kampf zwischen der Legion und der Crew der Equinox geworfen, die um das Atlas-System kämpfen. Grax gilt als Anführer der Legion und ihrer roboterhaften Soldaten. Dem gegenüber steht Victor St. Grand, der besonders viel über Rohstoffveredelung zu wissen scheint. Während die Legion die Atlas-Planeten um ihre Rohstoffe berauben will, möchte die Starlink Initiative genau dies verhindern. Das Ganze wird in vertonten Zwischensequenzen ansehnlich vermittelt. Der Kampf um Atlas hat begonnen. Sieben Planeten werden im Laufe des Spiels bereist. Mit 15 bis 17 Stunden Spielzeit kann man in etwa rechnen. 15 bis 17 Stunden, in denen man Planeten bereist, die vielfältige Fauna scannt, um die eigene Enzyklopädie zu vervollständigen und Außenposten aufsucht (und im weiteren Spielverlauf selbst errichtet), um neue Aufträge anzunehmen. Das können Observatorien, Raffinerien, Werkstätten und Waffenfabriken sein, wobei jeder andere Vorteile mit sich bringt. Diese können weiters mit Hilfe sammelbarer Gegenstände aufgewertet werden.

Starlink: Battle for Atlas im Test
Bild: Ubisoft

Zäh in der Mitte, groß am Ende

Um einen Planeten zu befreien, müssen die „Primes“, riesige spinnenhafte Roboter, zerstört werden. Damit dies besser gelingt, sollte man die schwer bewachten Extraktoren zuvor ebenfalls dem Erdboden gleich gemacht haben. Das Ergebnis ist ein sehr flottes und abwechslungsreiches Gameplay. Die Steuerung des Schiffes macht viel Spaß. Einziges Manko: Mit der Zeit stellt sich eine gewisse Routine ein. Der Weg zum Erfolg sieht auf jedem Planeten, die unter sich sehr abwechslungsreich gestaltet sind, ähnlich aus, die grundlegende Vorgehensweise ändert sich kaum. Das Spiel inklusive Inszenierung und Schwierigkeit will offensichtlich eher das jüngere Publikum ansprechen. Mehr Herausforderung gibt es erst auf hohen Schwierigkeitsstufen. Besonders gut gefallen hat uns der Coop-Multiplayer. Dieser lockert den etwas starren Spielfluss auf und macht viel Spaß.

Starlink: Battle for Atlas im Test
Bild: Ubisoft
Starlink: Battle for Atlas im Test
Starlink: Battle for Atlas im Test
Fazit
Starlink: Battle for Atlas macht sehr viel richtig. Das Spielzeug wirkt hochwertig verarbeitet, der Transfer in die digitale Welt gelingt nahtlos und ohne Wartezeit. Es gibt zwar die Möglichkeit, ohne haptisches Spielzeug die eigene Flotte zu erweitern, aber eigentlich will man das gar nicht. Es macht andersrum viel zu viel Spaß. Die Spielwelt ist bunt, lebendig, abwechslungsreich. Die Biome der einzelnen Planeten wirken liebevoll gestaltet. Beachten sollte man, dass sich das Game eher an jüngere Spieler und Spielerinnen richtet. Das merkt man an der Inszenierung und der Schwierigkeit. Der mittlere Teil des Spiels hat sich als etwas zäh herausgestellt. Zu oft muss man dieselben Abläufe erledigen. Das wird durch den Coop-Modus aufgelockert. Das Ende macht dies außerdem auch wieder wett.
Technik85
Umfang85
Gameplay85
Spezifisch85
Leserwertung0 Votes0
Besser
Hochwertiges hübsches Spielzeug
physische als auch digitale Flotte möglich
bunte Spielwelten
abwechslungsreiche Planeten
Couch-Coop
viele Missionen
flottes Gameplay
Schlechter
Repetitiv in der Mitte
Teuer wenn man alle Packs erwerben möchte
Seichte Story
Zu leicht auf "normalem" Schwierigkeitsgrad
85
Wertung

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