Stellaris

Mit Highspeed in die Zukunft! Mit Stellaris versucht das schwedische Studio Paradox Interactive seine 4X-Strategie zu perfektionieren. Und trotz einiger Problematiken kommen wir da auch schon ganz gut hin.

 

Ähnlich, wie bei anderen Spielen dieser Art, ringen wir um die Vorherrschaft. Auf unserem Planeten sind wir bereits die primäre Rasse und auch die Konflikte untereinander haben wir zum Großteil beiseite gelegt. Wir wollen mehr! Wir wollen die gesamte Galaxie!

Doch erst mal langsam. Wer sind wir überhaupt? Nun ja, das kommt ganz drauf an. Bevor wir ins Spiel starten, können wir uns eine vorgefertigte Rasse wählen, oder unsere eigene zusammen bauen. Und da fangen wir bei den Grundbausteinen an. Wollen wir ein Säugetier sein? Lieber ein Vogel? Oder doch eher ein Pilz? Aber die Reptilien sehen auch toll aus… Ja, es ist hierbei noch eine rein optische Sache. Welche Rasse man sich aussucht ist im Endeffekt egal, da sie keiner Boni gibt.

species_design_01_1_2Wir schrauben weiter an uns herum. Während wir unsere Ethik zusammensetzen, wo wir also unsere Grundhaltung zum Universum festlegen, richten wir uns auch ein gleich ein Banner ein, was uns leicht erkennbar macht. Selbst das Design der Städte und Schiffe dürfen wir uns wählen. Und auch die Art, welchen Antrieb wir haben möchten. Jeder Punkt bringt Vor- und Nachteile, ist aber wesentlich übersichtlicher, als in anderen Genre-Ablegern. Ein großes Plus! Sind wir zufrieden mit uns selbst, so können wir noch die Kartengröße, Galaxieform und KI-Anzahl aussuchen. Danach starten wir auch schon ins Spiel, auf unseren Heimatplaneten, welchen wir zuvor natürlich selbst benannt haben.

Auf Los geht’s los! Wir sind frisch ins Weltraumzeitalter gestolpert. unser eigenes Sonnensystem ist und noch fast gänzlich unbekannt. Ein Forschungsschiff steht bereit und wir schicken es los, um die anderen Planeten, Planetoiden, Asteroiden und Monde zu erkunden. Einige von ihnen weisen Ressourcen auf, welche wir mit Bergbaustationen abbauen können, welche unser Konstruktionsschiff baut. Außerdem sollten wir uns an die Forschung machen. Dabei laufen immer 3 Untersuchungen zeitgleich. Wichtig ist hierbei sofort das Kolonieschiff zu erforschen!

survey_01_1_2Haben wir diesen Start gemeistert, sollten wir die umliegenden Systeme erforschen. Mit einem Rechtsklick auf das System, können wir das Forschungsschiff befehligen, genau das zu tun. Halten wir dazu noch die Shift-Taste gedrückt, können wir so eine Aufgabenreihe vorgeben. Genau so funktioniert auch der Bau der Bergbaustationen mit dem Konstruktionsschiff.

Nach kurzer Zeit finden wir schon den ersten besiedlbaren Planeten, auf dem wir uns, mit dem erforschten und gebauten Kolonieschiff niederlassen und diesen anfangen zu bebauen. Oftmals stehen uns dabei aber Sachen wie Wälder, wilde Tiere, oder Eisberge im Weg. Doch mit genug Forschung schaffen wir es mit der Zeit, diese Elemente zu beseitigen.

Doch die eigentliche Gefahr liegt im Unbekannten. Weltraumarmöben, Piraten, Kristallwesen, andere Fraktionen… Es gibt so viel zu beachten. Desto weiter wir mit unserer Forschung kommen, desto stärker werden unsere Schiffe. Und je mehr wir uns ausweiten, desto mehr fremde Lebewesen, Anomalien und einzigartige Kreaturen werden unseren Weg Kreuzen.

empires_02_2Doch genau das macht den Reiz aus. Ständig etwas neues und unbekanntes. So viele Möglichkeiten. Treffen wir zum Beispiel auf einen Planeten, wo bereits eine Zivilisation herrscht, diese aber noch nicht ins Raumfahrtzeitalter voran geschritten ist, können wir diese einfach nur beobachten, ihnen Ressourcen rauben, ihnen unser Wissen vermitteln und in das nächste Zeitalter führen, oder aber auch, sie infiltrieren, ihre Herrscher stürzen und sie in unser kollektiv aufnehmen. Generell können wir uns aussuchen, ob wir fremden Wesen freundlich, oder argwöhnisch gegenüber stehen. Desto mehr wir uns entwickeln, desto mehr Untergruppen entstehen auch.

Wir können nur eine bestimmte Anzahl an Planeten direkt regieren. Danach teilen wir alles in Sektoren ein, bestimmen einen Gouverneur und geben ihm an, wie der Teil genutzt werden soll. Praktisch ist es, wenn wir von Anfang an alles in zunächst 2 Sektoren aufteilen. Einen für die Mineralproduktion, den anderen für die Energie. So brauchen wir nicht jeden Planeten zu überwachen und diese Funktion ist auch definitiv notwendig!

battle_03_1_2Sobald wir unser Imperium aufgebaut haben, Freunde und Rivalen gemacht haben, eine funktionierende Wirtschaft haben, und eine mächtige Flotte, können wir Bündnisse und später auch Föderationen eingehen. Oder wir versuchen es mit Gewalt. Ein guter Tipp ist es, ein Gemisch aus allem zu erreichen. Dabei spielt aber die vorher eingestellte Gesinnung eine wichtige Rolle. Sind wir eher militärisch angehaucht, sind unsere Schiffe zwar prinzipiell stärker, allerdings wird es wesentlich schwieriger Bündnisse auf diplomatischem Weg mit anderen Rassen ein zu gehen.

So, genug Grundlagenforschung. Wie spielt es sich?
Der passende Ausdruck ist hierfür wohl: “Ganz gut”. Die Macher dieses Machwerks haben sich dabei schon was gedacht und es sehr gut umgesetzt. Es gibt eine Vielzahl zu tun und zu erledigen, gleichzeitig ist die Steuerung simpel uns alles sehr gut überblickbar gestaltet. Das Tutorial startet gleich mit dem normalen Spiel und ist detailliert und übersichtlich. Top!

Leider kommen kleinere Fehler hier und da zum Vorschein. Flotten, welche in der Galaxie-Mitte landen, wo es keine Möglichkeit gibt, zu entkommen. Studien mit dem Erkundungsschiff, welche nicht wirklich durchführbar sind. Eben Kleinigkeiten, welche zwar stören, aber über welche man noch drüber hinweg sehen kann.

Wer ein Spiel beginnt, sollte seeeehr viel Zeit und Geduld mitbringen. 4X-Spiele sind immer recht langwierig, und hier wird keine Ausnahme gemacht. Eine Partie vom Start bis zum Ende kann schon mal mehrere Stunden in Angriff nehmen. Bei 31 Spielstunden habe ich noch keine Partie gewonnen. Wobei ich prinzipiell auf der größten Karte (1000 Sterne), mit 5 KI-Gegnern spiele. In Laufe der Geschichte werden daraus wesentlich mehr, weshalb ich immer klein starte. Dazu kommt das ich rund 4 Male neu gestartet bin, um das perfekte Verhältnis von meiner Rasse, zu meiner Spielweise zu finden. Und man muss auch dazu sagen, dass ich mir immer recht viel Zeit lasse. Dennoch sollte man eine längere Spielzeit einplanen. So um die 12 Stunden etwa?

 

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Stellaris
   Stellaris PackshotWertung der Redaktion:

90/100

  • Publisher: Paradox Interactive
  • Getestet auf: PC
  • auch für:
  • Preis: 39,99 – 69,99€

 

 

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27/30Technik+ Überraschend gute Grafik
+ 6 unterschiedliche Designs
+ Guter, ruhiger Soundtrack
+ Mod Unterstützung
- Sich wiederholende Planetendesigns
- Keine deutsche Synchro
28/30Umfang+ Große Spielewelten
+ Lange Spieldauer
+ Zich unterschiedliche Spezien
+ Unzählige Kombinationsmöglichkeiten
- Einige kleinere Bugs
27/30Gameplay+ Hoher Wiederspielwert
+ Gute Fairness
+ Viel Umfang
+ Gute Steuerung und Kontrolle
- Sehr langwierig
8/10Spezifisch+ Große Auswahl Gestaltungsmöglichkeiten
+ Trotz Umfang gut kontrollierbar
+ Gutes Tutorial
+ Mod Unterstützung

- Kleinere Bugs

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[wptouch target=”mobile”]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=”Stellaris” rating=”90″ reviewer=”Roman Völkel” dtreviewed=”15.05.2016″ best=”100″ worst=”0″]

Ja, Stellaris hat es mir angetan. Meiner Meinung nach ist es einer der besten 4X-Spiele überhaupt. Als SciFi und Strategie-Fan, wurde ich hier doppelt beglückt. Das Spiel hat viel Umfang, wirkt dennoch strukturiert und ist dank gutem Tutorial schnell in den Griff zu bekommen. Die Spieldauer ist zwar lang, aber so ist das nun einmal bei diesem Genre.
Besonder gefallen mir die Umstrukturierungen während des Spiels. So spalten sich Fraktionen zu Nationen ab und und neue entwickeln sich dazu. Ob man sie beherrschen, oder integrieren möchte, muss jeder selbst entscheiden. Und genau diese Handlungsfreiheit macht den Reiz aus.

Ein muss für jeden Fan des 4X Genres!

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